«TEILEN WIR MIT BLOCKCHAIN BESSER?»

«TEILEN WIR MIT BLOCKCHAIN BESSER?»

Unter diesem Titel fand am 17. Oktober 2018 in Zürich ein Anlass statt, welcher Sharecon Schweiz in enger Zusammenarbeit mit dem Blockchain Center der Uni Zürich und Trust Square organisiert hatte.

Die Organisatoren hatten sich zum Ziel gesetzt, Interessierten die Blockchain-Technologie  näher zu bringen, indem der Fokus auf konkrete, heute existierende Praxisbeispiele gesetzt wurde. Das Konzept ist allem Anschein nach auf die gewünschte Resonanz gestossen, haben sich doch mehr als 65 Personen angemeldet. Abzüglich der üblichen 20% von «no-shows» (Erfahrungswert für gleichartige Events), waren es doch ca. 50 Personen welche effektiv teilgenommen haben.

Wir konnten drei interessante Referate miterleben, welche jeweils die #Blockchain aus unterschiedlichen, sich jedoch ergänzenden, Perspektiven vorstellten.

Den Einstieg machte CEO Stefan Nägeli von Swisspeers, welcher nicht nur Blockchain anhand einer interessanten «Apfel-Analogie» erläuterte, sondern einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Crowdlending-Plattform Swisspeers ermöglichte.

Hier die «Apfel-Geschichte» in Kürze:
„…ich sitze auf einer Parkbank mit meinem Apfel. Diesen gebe ich dir. Nun hast du einen Apfel und ich habe keinen mehr. Es braucht keinen Rechtsanwalt um zu entscheiden, wer nun den Apfel hat.
Nun stell dir diese Geschichte in der digitalen Welt vor: Ich gebe dir einen digitalen Apfel. Habe ich den Apfel immer noch? Habe ich denselben Apfel eventuell bereits einem Freund gesandt?…

Was zeigt uns diese Geschichte? Der digitale Austausch von Gütern ist eine Herausforderung und komplexer im Vergleich zum physischen Austausch von Gütern. Und genau hier bringt die #Blockchhain eine Lösung, nämlich die Lösung für das «double spending problem»:

  • Die «Apfelbuchhaltung» ist klar geregelt. Sie wird nicht mehr von einer Drittpartei getätigt, sondern alle Beteiligten (Peer-to-Peer) haben eine Kopie davon.
  • Vertrauen ist grösser, da Betrug sehr schwer zu realisieren ist.

Stefan Nägeli zeigte den Anwesenden auf überzeugende und inspirierende Art, wie er die Blockchain für die Kreditvermittlung nutzt. Swisspeers verbucht Transaktionen auf der Ethereum-Blockchain. Dafür wurde eigens ein «Smart Contract» entwickelt.

Das Angebot bedeutet gewissermassen auch den Einstieg in das Transaktionsgeschäft mit Kryptowährungen. Denn der «Smart Contract» von Swisspeers sieht vor, dass ein Token nominal einen Anteil an der geschuldeten Darlehenssumme abbildet. Swisspeers bucht den Kreditgebern jeweils eine entsprechende Anzahl Tokens in deren persönliches Ethereum-Wallet ein.

Die effektiven Zahlungen werden weiterhin in Franken und nicht in Kryptowährungen durchgeführt. Swisspeers verspricht sich mit der Einführung der Blockchain schnellere Transaktionszeiten, höhere Sicherheit und für Investoren auch eine einfachere Handhabung ihrer Assets.

Prof. Dr. Gerhard Schwabe, Leiter des Blockchain Centers der Uni Zürich, zeigte anhand eines gegenwärtig laufenden Projektes, eine praktische Anwendung der Blockchain aus dem Bereich des Automobilmarktes und den damit verbundenen Partnern aus Versicherunng, Car-Sharing usw.. Das Projekt #Cardossier. Diesem Projekt liegt u.a. folgendes Mengengerüst zugrunde: 350’000 neue Fahrzeugzulassungen pro Jahr, 4,5 Mio. zugelassene Fahrzeuge, 900’000 jährliche Handänderungen pro Jahr und eine durchschnittliche Lebensdauer von 7-10 pro Fahrzeug.

Die Blockchain kommt hier zum Einsatz, indem ein ganzes Ökosystem (Autoimport – Versicherung – Strassenverkehrsamt – Garage – Car Sharing – Autobesitzer usw.) ein digitales Dossier mit allen relevanten Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs nachvollziehbar und sicher miteinander teilt. Mitfinanziert wird das Projekt durch die eidgenössische Kommission für Technologie und Innovation (KTI). Eine detailliertere Beschreibung findest du hier.

Prof. Gerhard Schwabe unterstrich insbesondere folgende Nutzenpotenziale einer derartigen Anwendung der Blockchain:

  • erhöhte Customer Centricity: Der Kunde ist vollumfänglich integriert.
  • Produktweiterentwicklung zusammen mit der Community
  • Operational Excellence: Massive Einsparungen auf der Prozessebene durch Abbau von Redundanzen und Doppelspurigkeiten

Flurin Hess, Co-Founder von Dezentrum und Trust Square, ging in seinem Referat auf die Frage ein «Teilen wir mit Blockchain besser?». Besonders interessant für die Anwesenden war der angebotene Perspektivenwechsel auf die heutige Sharing Economy. Er illustrierte die Veränderungen, welche Ansätze wie «digital commons» auf die Sharing Economy haben könnte. Die Blockchain ermöglicht eine massive Dezentralisierung der Wertschöpfungskette und der Bewirtschaftung von Assets. Teilen wir also in Zukunft immer noch auf die heutige bekannte Peer-to-Peer Weise? Was passiert, wenn in Zukunft Technologie als autonome Entität mit der Gesellschaft interagiert? Wie weit wird die «Disintermediation» das Access Economy Businessmodell beeinflussen? Er illustrierte diese Fragen auf eindrückliche Weise am Beispiel eines laufenden Projektes bei Dezentrum, in welchem ein Satellit, eine autonome Entität, die die Schweiz und Europa bereist, selbstständig über die Blockchain Gelder sammelt und Personen für den Transport einstellt.

Der Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion. Anstatt auf vorbereitete Fragen zu antworten, entschied sich der Moderator für die Variante «Fragen aus dem Publikum an die Referenten». Die Anwesenden nutzten diese Möglichkeiten optimal und ermöglichten somit einen krönenden Abschluss dieser Veranstaltung.

Besonders erwähnenswert ist die Frage eines Teilnehmers «Wenn ich die Website von Swisspeers besuche, sehe ich nichts von Blockchain und ich bin sehr positiv überrascht heute Abend».

Stefan Nägeli antwortete darauf «Danke – du machst mir damit das grösste Kompliment. Es zeigt, dass die Akzeptanz dieser Technologie Fortschritte macht. Wichtig ist, dass die Konsumenten ihre Problemlösungen erhalten, ungeachtet der dazu genutzten Werkzeuge.»

 

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bedanken bei #TrustSquare und #Dezentrum für die Gastfreundschaft und die Unterstützung. Ebenso geht unser herzlichster Dank an Prof. Dr. Schwabe des #BlockchanCenter der Uni Zürich. Er hat uns mit Projekten und Referenten in Kontakt gebracht, welche massgeblich zum Erfolg des Anlasses beigetragen haben.

Beteilige dich aktiv an der Gestaltung unserer Events, indem du uns für dich interessante Themen und Anliegen mitteilst, welche Sharecon Schweiz bearbeiten soll, sei es in Form von Events oder anderen Massnahmen.

Wir danken dir im Voraus für deine aktive Unterstützung.

Das Sharecon Team

Meine Antwort zur Frage «Welches Thema soll Sharecon als nächsten Event anbieten?»

1 + 11 =

Gut in Fahrt gekommen: nimms.ch, die neue Seite für alles Kostenlose

Gut in Fahrt gekommen: nimms.ch, die neue Seite für alles Kostenlose

Die Stadt Bern (Entsorgung + Recycling Stadt Bern) kooperiert seit einigen Monaten mit www.nimms.ch, der neuen Seite für kostenlose Gegenstände. Dank dieser Abfallpräventionsmassnahme sollen die jährlichen Kosten von ca. einer halben Million Schweizer Franken für Trottoir-Entsorgungen und wilde Deponien reduziert werden, siehe dazu auch den Artikel in der Berner Zeitung. Mit nimms.ch erhalten die Bürger eine niederschwellige Möglichkeit, Gegenstände kostenlos weiterzugeben, das hilft allen Beteiligten: dem Geber, dem Nehmer, der Stadt – und auch der Umwelt.

Es gibt zwar unzählige Facebook-Gruppen sowie Tutti und Konsorten, aber es fehlte bisher „DIE Seite für Kostenloses“, wo alles gratis ist und die allen ein Begriff werden soll. Die meisten aktuellen Seiten und Gruppen führen eine Mischung aus zahlungspflichtigen und kostenlosen Gegenständen. Bei vielen vermeintlich kostenlosen Gegenständen wird aber dann im Kommentarbereich oder in der Beschreibung trotzdem zur Preisdebatte aufgerufen (der Anschein der Kostenlosigkeit wird insbesondere in Facebook-Gruppen oft missbraucht). Das führt zu Hürden und Komplexität beim Weitergeben von Gegenständen. Viele Leute haben das Bedürfnis, noch brauchbare Gegenstände schnell, einfach und kostenlos wegzugeben oder zu erhalten.

Aus diesem Grund entstand www.nimms.ch. Darauf ist alles kostenlos. Die Bedienung ist einfach und optimiert für den Smartphone-Browser. nimms.ch soll DIE Seite für alle kostenlosen Gegenstände in der Schweiz werden. Gegenstände sollen schweizweit ein verlängertes Leben erhalten und mehr Nutzen stiften. Die Nutzungszahlen sowie das „gefällt mir“-Wachstum auf Facebook (www.facebook.com/nimms.ch) bestätigen das Bedürfnis. Per Dezember 2017 durfte das Team eine Zusammenarbeit mit Entsorgung + Recycling Stadt Bern (ERB) starten (vgl. www.nimms.ch/partners). Die Stadt Bern erachtet nimms.ch als Massnahme ihrer Abfallpräventionsstrategie. Zusammen führen die Partner Werbekampagnen im Internet sowie in Zeitschriften durch. Ausserdem wird der Sperrguttransportservice von ERB den nimms.ch-Nutzern aus der Stadt Bern vorgeschlagen, wenn diese eine Erinnerungs-E-Mail zu ihren raufgeladenen Gegenständen erhalten.

„Die vielen positiven Rückmeldungen der Nutzer sind teilweise gar herzerwärmend und motivieren uns“ sagt Jonas Bigler. Aktuell versucht das Team hinter nimms.ch weitere Städte und Gemeinden als Partner zu gewinnen. „Ein Schritt nach dem anderen“ sagt Jonas und fügt an „wir sind dankbar für jeden Like auf Facebook und jede Erwähnung im Pausengespräch“.


www.nimms.ch – alles gratis, die Seite für Kostenloses
www.facebook.com/nimms.ch

 

Sharecon Impuls 2018 – Die Community trifft sich zum Austausch

Sharecon Impuls 2018 – Die Community trifft sich zum Austausch

Am 19.4.2018 trafen sich in Zürich (Impact Hub/Viadukt) die Mitglieder von Sharecon und einige Interessenten. Sharecon existiert nund bereits seit einiger Zeit und viel ist passiert seit der Gründungen der Vereinigung. Als Sharecon 2013 gegründet wurde, erschien auf der Plattfrom von Fastcompany ein Artikel mit dem Titel «the sharing economy lacks a shared definition». Die Sharing Economy hat sich weiterentwickelt, aber die Aussage des erwähnten Beitrags hat immer noch Gültigkeit.

Sharecon hat in den vergangenen Monaten seine Ausrichtung überarbeitet. Ein erweiterter Vorstand hat die Vision überarbeitet um noch stärker die Sharing Economy in der Schweiz zu vertreten, zu fördern und regional zu verankern.

Sharing Economy ist grundsätzlich nichts Neues. Die Menschen haben schon früher miteinander Produkte und Dienstleistungen geteilt. Teilen war in der Vergangenheit vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten bedeutsam. Dies ist mitunter einer der Gründe, weshalb bereits im 19. Jahrhundert die ersten Kooperativen gegründet wurden.

 

Sharing Economy mag den irreführenden Eindruck vermitteln, dass Teilen von Altruismus handelt und anderen hilft. Der Erfolg der Sharing Economy basiert jedoch auf der Tatsache, dass Menschen Güter und Dienstleistungen einfacher, schneller und ohne viel Aufwand – und über das Internet – austauschen können. Es ist eine moderne Form der Marktwirtschaft.

Seit einigen Jahren können wir immer wieder Berichte über #SharingEconomy, #CollaborativeConsumption, #GigEconomy, #AccessEconomy und #PeerEconomy lesen.

Damit steigt auch das Bedürfnis diese Begrifflichkeiten kurz zu präzisieren, was wir auf unserer Webseite auch tun.

Ganz im Sinne der Vielfältigkeit der Sharing Community in der Schweiz war dann auch das Programm. Den Anfang machte #Croqqer und stellte eine interessante Lösung dar, welche das Community-Building stark in den Fokus stellt. Als ein B-Corp Startup will man einen nachhaltigen Beitrag zum besseren Zusammenleben – vor allem in den Städten – beitragen.

Eine ganz andere Ausrichtung wurde von MyCamper präsentiert. Dieses bereits sehr erfolgreiche Startup hat sich zum Ziel gesetzt das «Airbnb der Camper» zu werden. Es vermittelt Personen, welche Freude am Campen haben den Zugang zu Camper-Fahrzeugen, ohne dass sie selber ein solches Fahrzeug beschaffen müssen.

Carvelo2go eine Lösung der Mobilitätsakademie des TCS stellte eine weitere Ausprägung der Sharing Economy in der Schweiz vor, welche besonders in Städten, aber auch in Dörfern (z.B. Zermatt) einen interessanten Beitrag zur Mobilität liefern. Interessant ist vor allem der Umstand, dass sogenannte «Hosts» die elektrischen Fahrräder betreuen. Hosts sind zum Beispiel kleinere oder grössere Unternehmen wie Restaurants, Coiffeurs oder Gemüsehändler, welche so eine interessante Diversifizierung zum Stammgeschäft realisieren können.

Philipp Koller, der PR & Marketingverantwortliche, im Vorstand von Sharecon zog eine interessante Bilanz der letzten Monate in Bezug auf die Medienpräsenz zum Thema Sharing Economy in der Schweiz.

Analysiert man die Beiträge kann man feststellen, dass u.a. Themen wie CarSharing, coWorking Spaces eher positiv erwähnt wurden, wie auch BlaBlaCar und eine Babykleider-Lösung von Tchibo.

Eher kritisch wurden Lösungen wie die Amigos App der Migros, Mila und Notime erwähnt, wobei hier das Prinzip «für Geld teilen» in Frage gestellt wurde.

Unser Fazit

  • die Sharing Economy wird nur noch selten erklärt, obwohl ein gewisser Bedarf immer noch vorhanden ist;
  • es kristalisiert sich ein klarer Trend für Tourismus, Auto- und Versicherungsindustrie heraus;
  • der Zusammenhang mit der laufenden digitalen Transformation wird zunehmend hergestellt;
  • es zeigt sich immer mehr, dass Sharing Economy nicht nur eine altruistische Perspektive, sondern auch ein interessantes Geschäftsmodell darstellt.

 

Sharecon stellte ebenfalls kurz seine neue Website vor, welche noch näher an die Konsumenten und die Sharing Community gelangen will. Schaut doch einfach mal vorbei!

Zum Schluss noch möchten wir dich einladen folgende Frage zu beantworten und uns deine Meinung und Sichtweise mitzuteilen:

 

«Wie stellst du dir die Sharing Economy von morgen vor?»

Wir freuen uns auf deine Meinung.

9 + 10 =

Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co. – DRS3 vom 25.3.2018

Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co. – DRS3 vom 25.3.2018

DRS3 berichtete am 25.3.2018 in einer Sendung über die Chancen und Risiken der Sharing Economy unter dem Titel «Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co.».
Bereits 2014 strahlte DRS eine Sendung aus mit dem Titel «Sharing Economy – Teilen ist das neue Kaufen».

Die Moderatoren Luca Bruno und Céline Raval gingen der Frage nach, ob die Euphorie der früheren Jahre verflogen sei und ob das Teilen gegenüber einem egoistischen Wirtschaftsaspekt in den Hintergrund geraten sei. Es enstand so eine  interessante Sendung unter Berücksichtigung verschiedener Sichtweisen.

Sharecon wurde zur Vorbereitung dieser Sendung zu einem längeren Gespräch ins Studie eingeladen und hat dabei zu verschiedensten Aspekten Stellung bezogen. Hier kann man die Sendung vom 25.3.2018 in voller Länge anhören.

Als Vereinigung, welche für die Sharing Economy der Schweiz einsteht, möchten wir es jedoch nicht versäumen, einige zusätzliche Aspekte aufzuführen, welche in der Sendung nicht, oder nur teilweise zur Sprache gekommen sind.

die schweizweiten Nutzerzahlen zeigen
einen ansteigenden Trend auf.

Die Studie von Deloitte zeigt auf, dass die Sharing Economy in der Schweiz an Beliebheit gewinnt. 55% der Schweizer nutzen in der einen oder anderen Weise Sharing-Angebote, Tendenz steigend.

Wir alle kennen die Schattenseiten einiger Sharing Giganten …

Über eine längere Zeitperiode konntenn wir über Airbnb, Uber und O-bike lesen. Der Regulierungsbedarf ist nicht von der Hand zu weisen. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass dies nicht bedeutet existierende Regeln 1:1 zu übernehmen, sondern dass der Bedarf vorliegt, neue und den neuen Rahmenbedingungen (Technologie, Kundenverhalten) entsprechende Regeln zu finden.

Sharing Economy bedeutet in Zeiten digitaler Transformation
eine interessante Alternative für Unternehmen und Konsumenten.

Auf der anderen Seite sind wir von der Entwicklung der Sharing Economy nicht nur als cleveres Geschäftsmodell, sondern auch weiterhin vom Nachhaltigeitsaspekt überzeugt. 

Der Smart City Gedanke und viele neue Ideen
zeigen nur den Beginn dieses Potentials

Es gibt in der Schweiz viele neue Ideen in diesem  Bereich und zeigen deutlich auf, dass in diesem Geschäftsmodell-Ansatz noch viel Potenzial liegt. Letztlich muss man sich jedoch bei allen Projekten immer auch der wirtschaftlichen Komponente (Marketing, Investitionen, etc..) bewusst sein.

  • Sharecon will die öffentliche Wahrnehmung der Sharing / Access Economy steigern und zu einer Verhaltensänderung beitraggen.
  • Sharecon hilft seinen Mitgliedern bei der Bewähltigung von Hindernissen und findet mit Partnerschaften Lösungen.
  • Sharecon ist die Anlaufstelle zur Verankerung der Sharing Economy in den Regionen.
  • Sharecon unterstützt eine nachhaltige Lebensweise und ein gesellschaftliches Zusammenleben im Sinne der Sharing Economy.
  • Sharecon setzt sich für eine lebhafrte und innovative Sharing Economy Industrie ein.

Am 19.4.2018 findet die nächste Veranstaltung im Impact Hub / Viadukt in Zürich statt.

Kostenfreie Tickets sind hier erhältlich.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Sharing employees? Mitarbeiter-Sharing!

Sharing employees? Mitarbeiter-Sharing!

Es gibt heute die unterschiedlichsten Lösungen und Angebote, welche unter dem Begriff #SharingEconomy zusammengefasst werden können. Wir publizieren heute einen Gastbeitrag von Brigitte Küng – HTW Chur in der Originalfassung. Dieser Beitrag vermittelt einen interessanten Einblick auf einen Bereich, welcher nicht so bekannt ist, obwohl er über einiges Potenzial verfügt.

—————- Gastbeitrag von Brigitte Küng, HTW Chur ————–

Sharing Economy is on the rise: Cars, condos and a range of services can be shared. But what about employees? How can people be shared by companies?

No offence – we are not talking about TVsoaps such as “Frauentausch”; we are talking sharing economy.

HN2A9273Sharing seasonal workers is actually the idea behind the project “Mitarbeiter-Sharing” (Employee Sharing) that was initiated by me and my team from the University of Applied Sciences HTW Chur two years ago.

At the time, we were surprised to learn that in our neighbour canton Ticino as much as 30% of all employees from the gastronomy and hotel sector do not work during off-season but draw money from unemployment insurance instead – year by year, all winter long.

However, this is exactly the time when the season in Grisons is peaking and qualified staff is so scarce that many hotelier desperately and frantically tries to recruit personnel, often enough unsuccessfully. Of course, the problem is not exclusive to the cantons Ticino and Grisons. Many other holiday destinations in Switzerland face the same seasonal challenges. In the same time, skills shortage in the hotel and gastronomy sector is a fact, especially in seasonally affected regions. Seasonal jobs are often less attractive and qualified workers are choosey when they pick their jobs – which are often open-ended long-term contracts. So, the tourism sector faces the additional challenges to make seasonal jobs more attractive.

This led us to a simple but effective approach:

  • What if hotels and restaurants would share their seasonal workers and offer them an all-year-round perspective instead of short-term seasonal jobs?
  • What if a winter and a summer season job would cleverly be combined to an attractive package?

HN2A8908All involved parties could profit: Companies could offer more attractive job packages and improve their image as an employer that cares. Employees could profit from diversified jobs that offer personal perspectives and development as well as a stable income situation over the year. And the government could save considerable amounts of money for unemployment compensation that is caused by seasonality. In Ticino and Grisons alone, we talk about approximately 30 Mio Swiss Francs that could be saved every year – and that’s just the hotel and gastronomy sector!

So, how do it? As with most sharing economy business models the Internet and all its tools and gadgets play a major role. We soon realised that a match-making platform was needed in order to bring together a certain number of companies, their seasonal winter- and summer jobs as well as job seekers. When we started to take the first careful steps with our 20 partner companies with their 50+ hotels and restaurants in 2015, we soon discovered that complexity can grow very quickly, even with such a manageable amount of members. With about 200 employee exchanges between our pioneer companies in the last year we have reached our limits quickly. We understood that digital tools are needed to install effective instruments of cooperation.

And that’s exactly what we are doing now: Working on a clever platform that will enable hotels and restaurants to easily cooperate with partners – even when the responsible HR managers never met. In a very interesting process of cooperation between human resources managers and hotel directors, IT professionals and our academic team we have developed a concept how the platform needs to work in order to meet our goals over the last year. We are now in the middle of the realisation phase that is dominated by a flexible scrum approach, sprints, deadlines and testing phases.

At the moment, the Association Mitarbeiter-Sharing consists of 22 renowned member companies from the tourism sector with their over fifty hotels and restaurants, as well as the contribution of the University of Applied Sciences HTW Chur.

For another year now we will develop, implement and test our Mitarbeiter-Sharing platform to launch it to the public in 2018 and make it accessible to other companies that offer seasonal jobs and are willing to cooperate and share their employees.

Brigitte Küng - HTW ChurBrigitte Küng, HTW Chur – brigitte.kueng@htwchur.ch

http://www.enjoy-summer-winter.ch/

http://www.facebook.com/mitarbeitersharing