Sharing employees? Mitarbeiter-Sharing!

Es gibt heute die unterschiedlichsten Lösungen und Angebote, welche unter dem Begriff #SharingEconomy zusammengefasst werden können. Wir publizieren heute einen Gastbeitrag von Brigitte Küng – HTW Chur in der Originalfassung. Dieser Beitrag vermittelt einen interessanten Einblick auf einen Bereich, welcher nicht so bekannt ist, obwohl er über einiges Potenzial verfügt.

—————- Gastbeitrag von Brigitte Küng, HTW Chur ————–

Sharing Economy is on the rise: Cars, condos and a range of services can be shared. But what about employees? How can people be shared by companies?

No offence – we are not talking about TVsoaps such as “Frauentausch”; we are talking sharing economy.

HN2A9273Sharing seasonal workers is actually the idea behind the project “Mitarbeiter-Sharing” (Employee Sharing) that was initiated by me and my team from the University of Applied Sciences HTW Chur two years ago.

At the time, we were surprised to learn that in our neighbour canton Ticino as much as 30% of all employees from the gastronomy and hotel sector do not work during off-season but draw money from unemployment insurance instead – year by year, all winter long.

However, this is exactly the time when the season in Grisons is peaking and qualified staff is so scarce that many hotelier desperately and frantically tries to recruit personnel, often enough unsuccessfully. Of course, the problem is not exclusive to the cantons Ticino and Grisons. Many other holiday destinations in Switzerland face the same seasonal challenges. In the same time, skills shortage in the hotel and gastronomy sector is a fact, especially in seasonally affected regions. Seasonal jobs are often less attractive and qualified workers are choosey when they pick their jobs – which are often open-ended long-term contracts. So, the tourism sector faces the additional challenges to make seasonal jobs more attractive.

This led us to a simple but effective approach:

  • What if hotels and restaurants would share their seasonal workers and offer them an all-year-round perspective instead of short-term seasonal jobs?
  • What if a winter and a summer season job would cleverly be combined to an attractive package?

HN2A8908All involved parties could profit: Companies could offer more attractive job packages and improve their image as an employer that cares. Employees could profit from diversified jobs that offer personal perspectives and development as well as a stable income situation over the year. And the government could save considerable amounts of money for unemployment compensation that is caused by seasonality. In Ticino and Grisons alone, we talk about approximately 30 Mio Swiss Francs that could be saved every year – and that’s just the hotel and gastronomy sector!

So, how do it? As with most sharing economy business models the Internet and all its tools and gadgets play a major role. We soon realised that a match-making platform was needed in order to bring together a certain number of companies, their seasonal winter- and summer jobs as well as job seekers. When we started to take the first careful steps with our 20 partner companies with their 50+ hotels and restaurants in 2015, we soon discovered that complexity can grow very quickly, even with such a manageable amount of members. With about 200 employee exchanges between our pioneer companies in the last year we have reached our limits quickly. We understood that digital tools are needed to install effective instruments of cooperation.

And that’s exactly what we are doing now: Working on a clever platform that will enable hotels and restaurants to easily cooperate with partners – even when the responsible HR managers never met. In a very interesting process of cooperation between human resources managers and hotel directors, IT professionals and our academic team we have developed a concept how the platform needs to work in order to meet our goals over the last year. We are now in the middle of the realisation phase that is dominated by a flexible scrum approach, sprints, deadlines and testing phases.

At the moment, the Association Mitarbeiter-Sharing consists of 22 renowned member companies from the tourism sector with their over fifty hotels and restaurants, as well as the contribution of the University of Applied Sciences HTW Chur.

For another year now we will develop, implement and test our Mitarbeiter-Sharing platform to launch it to the public in 2018 and make it accessible to other companies that offer seasonal jobs and are willing to cooperate and share their employees.

Brigitte Küng - HTW ChurBrigitte Küng, HTW Chur – brigitte.kueng@htwchur.ch

http://www.enjoy-summer-winter.ch/

http://www.facebook.com/mitarbeitersharing

 

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Eva Luethi – Vorsitzende von Sharecon Schweiz – wer ist sie?

Eva Luethi ShareconEva, was machst du und woher kennst du die Sharing Economy?

Nutzerin der Sharing Economy bin ich schon lange. Die Idee von #Airbnb hat mich von Anfang an begeistert. Nur war ich mir damals dem Begriff #SharingEconomy nicht bewusst. Dies änderte natürlich in meiner Zeit als CEO von sharoo (2014-2015), der P2P Carsharing Plattform für das Teilen von Autos. In dieser Zeit habe ich Feuer gefangen für dieses Thema. Zurzeit arbeite ich bei Swisscom Innovationen und beschäftige mich auch hier mit dem Thema der Sharing Economy und dessen Potenzial.

Persönlich gefällt mir daran die Vereinfachung des Lebens durch die Minimierung des Besitzes. Als ich für eine längere Reise den Grossteil meines „Besitzes“ verkauft habe habe ich sehr deutlich gespürt, wie entlastend es sein kann wenig zu besitzen. Da ich aber dennoch nicht gerne verzichte und gewisse Dinge auch nutzen will – aber v.a. dann, wenn ich sie auch wirklich brauche – ist die Sharing Economy genau mein Ding.

Warum liegt dir Sharecon am Herzen?

Die Sharing Economy als solches liegt mir am Herzen. Es geht ein Wertewandel damit einher, bei dem nicht mehr der Besitz von Gütern sondern der Zugang im Zentrum steht. Diese Bewegung gilt es voranzutreiben.

Das Ziel von Sharecon ist es, diese Bewegung in der Schweiz voranzutreiben und zu unterstützen. Wir wollen die Startups mit Wirtschaft, Politik und Journalisten verlinken aber auch den Austausch der Startups untereinander fördern. Die Sharing Economy ist eine globale Bewegung, erst wenn wir uns verbinden und gemeinsam dafür einsetzen, können wir etwas erreichen. Das ist auch das Ziel unseres Vereins.

Was denkst du sind die grössten Hürden für die Sharing Economy in der Schweiz?

Schweizer Investoren sind eher zurückhaltend, was Start-ups betrifft. Gerade aber in der Sharing Economy – wo Plattformen und der Aufbau einer Community das Kernstück sind – ist es enorm wichtig über genügend Kapital zu verfügen um dies erreichen zu können. Es muss uns als Verein gelingen, die Sharing Economy in der Schweiz gut zu positionieren, sodass auch Investoren gewillt sind in hiesige Startups zu investieren.

Was sind die grössten Chancen für die Sharing Economy in der Schweiz?

Als Chance sehe ich, dass die Rahmenbedingungen aufgrund der geringen Regulierungsdichte gut sind. Dies wirkt unterstützend, sodass Startups in diesem Bereich entstehen und betrieben werden können. 

Des weiteren denke ich, dass wir derzeit in einer Schweiz leben, in der wir immer weniger in sozialen Netzwerken verbunden sind. Sei dies mit Nachbarn oder aber auch in Vereinen. Die Sharing Economy ist eine Bewegung, die „fremde“ Leute wieder stärker miteinander verbindet. Dieser Nebeneffekt wird sicherlich auch in der Schweiz geschätzt, da wir ja alle im Grunde soziale Wesen sind.

Was hoffst du in der Schweizer Sharing economy zu sehen und mit Sharecon in den naechsten 2-3 Jahren zu erreichen?

Die Sharing Economy ist kein Hype sondern wird die Gesellschaft nachhaltig verändern. Sie ist aber mit einem Wertewandel verbunden, der Zeit beansprucht. In dieser Hinsicht wünsche ich mir von den Startups viel Ausdauer und Hartnäckigkeit, sodass sie dann die Früchte ihrer Vorarbeit auch ernten können, wenn der Wertewandel stattgefunden hat. Als Sharecon wollen wir diesen Wertewandel aktiv mitgestalten, das Thema aktiv bewirtschaften und die Gesellschaft zu diesem Thema sensibilisieren und motivieren, Teil dieser faszinierenden Bewegung zu werden.

Was teilst du persönlich?

Ich teile meinen VW Bus, meine Wohnung, mein Gummiboot (ich wohne direkt an der Aare) etc. Wirklich ungern teile ich eigentlich nur meinen Computer. Ich mag es nicht, wenn Einstellungen daran verändert werden.

Danke für das Interview.

24.11.2015 #Go2Market Event Sharecon Schweiz

Go to Market

Am 24.11.2015 fand der letzte Sharecon Event des Jahres 2015 in Zürich statt. Der Event war ganz dem Thema #Go2Market Strategien und Best Practices gewidmet. Der Anlass fand in den Lokalitäten von #BlueLionIncubator Zürich statt. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich für die Gastfreundschaft.

«Liefern statt Lafern…»
«kämpfen, kämpfen, kämpfen…»
«stell dich deinen Herausforderungen…»
«eine treue Community ist Gold wert…»
«done is better than perfect…»
«Fokus auf Kernkompetenzen…»
«strategische Flexibilität…»

Diese Statements sind eine kurze Zusammenfassung der Kurzpräsentationen und der anschliessenden Diskussion. Aber nun der Reihe nach.

IMG_1847IMG_1846Eröffnet wurde der Anlass von Eva Lüthi, welche neu als Präsidentin des Vereins tätig ist, mit einem Blumenstrauss für Stella Schieffer, welche das Amt abgibt, jedoch weiterhin im Vorstand verbleibt.

 

IMG_1850Gert Christen, CEO von Blue Lion Incubator begrüsste die Teilnehmer und beschrieb in eindrücklichen Worten seine Erfahrungen mit den Start-Ups und vor allem die kulturellen Unterschiede zwischen Schweiz und z.B. USA.

 

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Dennis Teichmann, CEO von Jacando führte die Teilnehmer durch die bewegte, jedoch nicht minder erfolgreiche Geschichte des Unternehmens. «Für jacando war entscheidend sich auf die Kernkompetenz zu konzentrieren und flexibel zu positionieren», war eine seiner Kernaussagen und illustriert eindrücklich, dass auch ein #SharingEconomy Unternehmen sich intensiv mit dem Revenue-Stream auseinandersetzen muss. jacando entwickelte sich von einem „Task sharing“ Unternehmen zu einem innovativen SaaS Anbieter mit Community Know-How.

IMG_1857Silena Medici, Leiterin von Catch A Car erläuterte die #Go2Market Strategie des Unternehmens, welches gegenwärtig in der Stadt Basel eine breit angelegte Pilotphase durchführt. «ein Produkt welches nur digital zugänglich ist – #CarSharing – braucht eine durchdachte und spezifische Strategie». «Es ist eine Herausforderung, für ein erklärungsbedürftiges Produkt, Content Marketing zu betreiben.» Aus diesem Grunde werden auch verschiedene Tools je nach Botschaft eingesetzt: Video, Text, Bilder etc.

IMG_1864Andreas Amstutz, CEO von Sharely gab in seiner Kurzpräsentation Einblick in die Erfahrungen, welche dieses Unternehmen mit seinem Markteintritt gemacht hat und was daraus gelernt wurde. «No business plan survives first contact with customers! (Zitat: Steve Blank)». Mit diesem Satz illustrierte er eindrücklich, dass die Initialidee vielfach kurz nach dem Markteintritt revidiert und angepasst werden muss. Der Grund liegt nicht etwa in einer Fehlüberlegung des Business Plans, sondern in der Tatsache, dass der Kunde aktiv Einfluss nimmt auf was und wie er eine Dienstleistung nutzen will. Das hat auch Sharely erfahren und deshalb seine Lösung rasch und kontinuierlich diesen Erwartungen angepasst.

IMG_1869Reto Dürrenberger, Geschäftsführer und Mitbegründer von Rent-a-Rentner, schloss die Präsentationsrunde ab. In eindrücklichen Bildern erläuterte er wie die Idee der “alten Säcke”, welche weiterhin aktiv im Leben stehen möchten, in ein Angebot umgesetzt wurde, welches in der Schweiz einigen Staub aufgewirbelt hat und erfolgreich unterwegs ist. «Be different or die!». «Mach nur das, was anders ist als es andere bereits tun.» «Gründe nicht auch eine Sharing Plattform für Autos, wenn Du nicht a) besser, b) günstiger, c) digitaler oder d) innovativer bist.» Diese Aussagen illustrieren eindrücklich die Markteintrittsüberlegungen, welche sich Rent-a-Rentner gemacht hat.

Die Präsentationsunterlagen haben wir auf Slideshare publiziert.

Anschliessend stellten sich das Panel den interessierten Fragen der Teilnehmenden.

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An dieser Stelle möchten wir uns bei allen für die Treue und die aktive Teilnahme an unseren Veranstaltungen bedanken. Wir wünschen allen ein gutes Jahresende und freuen uns, euch im neuen Jahr wieder zu treffen.

 

 

Sharing Economy Night 2015 in Basel

Sharing, Social Collaboration, Crowdsourcing: Zukunft oder Hype?

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Die Welt ist im Umbruch: Tauschen und Teilen hält Einzug in alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Know how und Skills genauso wie Haushaltsgeräte, Projekttasks, Geschäftsideen oder Appartments. Wir tauschen und teilen – und generieren Mehrwert für alle Beteiligten. Diese globale Entwicklung macht auch vor der Region Basel nicht halt. Was bedeutet das für jeden von uns?

skillharbour.com und omanet.org  (Sharecon Mitglieder), organisieren diesen interessanten Event.

Datum: 29. Oktober 2015
Zeit: ab 17:00 Uhr – 19.00 Uhr
Ort: Halle 8, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, Basel

Programm 

Tickets können hier bestellt werden: Ticketbestellung (Sharecon Mitglieder erhalten das Ticket für CHF 10.00 anstatt CHF 25.00).

Wir werden an dieser Stelle über diesen Anlass berichten.

Shareconomy Schweiz – Zwischen Wachstum und Regulierungsdruck

SharingEconomyStudieSchweiz_DeloitteSchauplatz: Dienstag 1.9.2015, 10:15 Uhr an der Zollstrasse in Zürich. SBB und Deloitte haben im Anschluss an die kürzlich publizierte Deloitte Studie «Sharing Economy Schweiz» einen Anlass organisiert um einige der Hauptakteure zu Wort kommen zu lassen.

 

«egal ob Wohnung, Auto oder Geld: Immer mehr Menschen wollen teilen statt besitzen. Gemäss einer repräsentativen Umfrage von Deloitte in der Schweiz, werden mehr als die Hälfte der Schweizer Konsumenten in den nächsten 12 Monaten Güter oder Dienstleistungen über Onlineplattformen mieten oder vermieten. Ihre Beliebtheit verdankt diese sogenannte Sharing Economy nicht zuletzt dem Erfolg der Beiden Aushängeschilder 9flats und Uber.

Gleichzeitig kommen dadurch „klassische Unternehmen“ wie etwa die Hotel- oder Taxibranche stark unter Druck. Sie fühlen sich benachteiligt und fordern eine stärkere Regulierung der in der Sharing Economy tätigen Unternehmen.»

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What Is Crowdfunding And How Does It Benefit The (Sharing)Economy

crowdfunding

Sharecon will organize a special event on May 12th, 2015, hosted by ZKB Zürich, dedicated to «Crowdfunding». This blog post aims introducing the topic and providing you with some basic information about crowdfunding and the benefit – as we believe – it provides to the entire (sharing) economy. Continue reading