Sharecon organisiert sich neu – Outlook 2017

Business Plan Budget Target Tactics Ideas ConceptIn den letzten drei Jahren hat sich die Sharing Economy weiter etabliert und ist auch beim Publikum bekannter als vorher. Sharing Economy wird verstärkter als ein mögliches Geschäftsmodell der digitalen Transformation verstanden. Auch auf politischer Ebene ist das Thema in der Schweiz endlich angekommen und wird intensiv diskutiert.

Als am 28.10.2013 Stella Schieffer, Andreas Amstutz und René Lisi den Verein Sharecon gründeten, wurde in den Vereinsstatuten folgender Zweck festgehalten:

«Der Verein bezweckt:

  1. die Shareconomy in der Schweiz bekannter machen und ihr ein Gesicht geben;
  2. den bereits bestehenden Schweizer Shareconomy-Lösungen Visibilität zu verschaffen und damit einen Beitrag zur Verhaltensänderung zu leisten;
  3. eine Plattform zu schaffen, wo sich die unterschiedlichsten Gruppierungen austauschen können mit dem Zweck der Förderung von Innovation, Synergien usw. Zu den Gruppierungen gehören u.a.: Politik, Wirtschaft, Shareconomy-Startups, Kunden und Interessierte am Thema.
  4. Events und Veranstaltungen zum Thema „Shareconomy“ aufzusetzen, unter Berücksichtigung von internationalen und europäischen Partnerschaften (z.B. OuiShare, TEDx usw.).

Sharecon ist ein gemeinnütziger und politisch neutraler Verein.»

Einige der gesteckten Ziele wurden in den letzten drei Jahren erreicht, beispielsweise hat Sharecon jährlich eine Veranstaltung zum Thema «Sharing Economy» realisiert und damit eine Plattform geschaffen. Zudem konnte der Verein den Kontakt zu Universitäten und Start-ups ausbauen, mit dem Ziel die Sharing Economy Belange in Studien zu repräsentieren und Unterstützung anzubieten.

Im Dezember 2016 haben Eva Lüthi (Präsidentin) und Andreas Amstutz, aufgrund von beruflichen Veränderungen, ihre Funktionen niedergelegt. Wir möchten ihnen an dieser Stelle für die langjährige und unermüdliche Arbeit herzlich danken und wünschen beiden alles Gute, sowie viel Rückenwind, bei allen zukünftigen Taten.

Continue reading

Eva Luethi – Vorsitzende von Sharecon Schweiz – wer ist sie?

Eva Luethi ShareconEva, was machst du und woher kennst du die Sharing Economy?

Nutzerin der Sharing Economy bin ich schon lange. Die Idee von #Airbnb hat mich von Anfang an begeistert. Nur war ich mir damals dem Begriff #SharingEconomy nicht bewusst. Dies änderte natürlich in meiner Zeit als CEO von sharoo (2014-2015), der P2P Carsharing Plattform für das Teilen von Autos. In dieser Zeit habe ich Feuer gefangen für dieses Thema. Zurzeit arbeite ich bei Swisscom Innovationen und beschäftige mich auch hier mit dem Thema der Sharing Economy und dessen Potenzial.

Persönlich gefällt mir daran die Vereinfachung des Lebens durch die Minimierung des Besitzes. Als ich für eine längere Reise den Grossteil meines „Besitzes“ verkauft habe habe ich sehr deutlich gespürt, wie entlastend es sein kann wenig zu besitzen. Da ich aber dennoch nicht gerne verzichte und gewisse Dinge auch nutzen will – aber v.a. dann, wenn ich sie auch wirklich brauche – ist die Sharing Economy genau mein Ding.

Warum liegt dir Sharecon am Herzen?

Die Sharing Economy als solches liegt mir am Herzen. Es geht ein Wertewandel damit einher, bei dem nicht mehr der Besitz von Gütern sondern der Zugang im Zentrum steht. Diese Bewegung gilt es voranzutreiben.

Das Ziel von Sharecon ist es, diese Bewegung in der Schweiz voranzutreiben und zu unterstützen. Wir wollen die Startups mit Wirtschaft, Politik und Journalisten verlinken aber auch den Austausch der Startups untereinander fördern. Die Sharing Economy ist eine globale Bewegung, erst wenn wir uns verbinden und gemeinsam dafür einsetzen, können wir etwas erreichen. Das ist auch das Ziel unseres Vereins.

Was denkst du sind die grössten Hürden für die Sharing Economy in der Schweiz?

Schweizer Investoren sind eher zurückhaltend, was Start-ups betrifft. Gerade aber in der Sharing Economy – wo Plattformen und der Aufbau einer Community das Kernstück sind – ist es enorm wichtig über genügend Kapital zu verfügen um dies erreichen zu können. Es muss uns als Verein gelingen, die Sharing Economy in der Schweiz gut zu positionieren, sodass auch Investoren gewillt sind in hiesige Startups zu investieren.

Was sind die grössten Chancen für die Sharing Economy in der Schweiz?

Als Chance sehe ich, dass die Rahmenbedingungen aufgrund der geringen Regulierungsdichte gut sind. Dies wirkt unterstützend, sodass Startups in diesem Bereich entstehen und betrieben werden können. 

Des weiteren denke ich, dass wir derzeit in einer Schweiz leben, in der wir immer weniger in sozialen Netzwerken verbunden sind. Sei dies mit Nachbarn oder aber auch in Vereinen. Die Sharing Economy ist eine Bewegung, die „fremde“ Leute wieder stärker miteinander verbindet. Dieser Nebeneffekt wird sicherlich auch in der Schweiz geschätzt, da wir ja alle im Grunde soziale Wesen sind.

Was hoffst du in der Schweizer Sharing economy zu sehen und mit Sharecon in den naechsten 2-3 Jahren zu erreichen?

Die Sharing Economy ist kein Hype sondern wird die Gesellschaft nachhaltig verändern. Sie ist aber mit einem Wertewandel verbunden, der Zeit beansprucht. In dieser Hinsicht wünsche ich mir von den Startups viel Ausdauer und Hartnäckigkeit, sodass sie dann die Früchte ihrer Vorarbeit auch ernten können, wenn der Wertewandel stattgefunden hat. Als Sharecon wollen wir diesen Wertewandel aktiv mitgestalten, das Thema aktiv bewirtschaften und die Gesellschaft zu diesem Thema sensibilisieren und motivieren, Teil dieser faszinierenden Bewegung zu werden.

Was teilst du persönlich?

Ich teile meinen VW Bus, meine Wohnung, mein Gummiboot (ich wohne direkt an der Aare) etc. Wirklich ungern teile ich eigentlich nur meinen Computer. Ich mag es nicht, wenn Einstellungen daran verändert werden.

Danke für das Interview.

Sharecon Umfrage “Sharing Economy Landkarte”

sharecon

Die Sharing Economy ist ein zukunftsträchtiges Geschäftsmodell und gewinnt auch in der Schweiz an Bedeutung. Anlässlich des Sharecon Events vom 2.10.2014 haben wir uns mit der Frage beschäftigt «wie viel Regulierung braucht die Sharing Economy in der Schweiz».

Damit wir diese Thematik zusammen mit euch aktiv bearbeiten können, ist es unabdingbar, dass wir ein Bild der Sharing-Landschaft der Schweiz erstellen.

Diese Umfrage hat nun zum Ziel, diese Landschaft erstellen zu können. Die Fragen entsprechen dem bekannten Business Canvas Modell (http://fa.ltings.de/geschaeftsmodell-canvas/)

Es versteht sich natürlich von selbst, dass wir die damit gesammelten Informationen mit äusserster Sorgfalt behandeln werden. Diese werden nur in anonymisierter Form publiziert oder an Dritte weitergereicht werden. Wir möchten aber ggf. einen Designer damit beauftragen, eine Infografik oder dergleichen aus den Daten zu erstellen.

Hier geht’s zur Umfrage: Fragebogen
(Sharecon-Mitglieder haben diesen Link auch per Email erhalten).

Danke dass du uns das damit verbundene Vertrauen entgegenbringst.

Besten Dank dass du dir die Zeit nimmst uns einige Fragen zu beantworten.