Mietportal rentscout im Interview

rentscout

Was ist rentscout?

Wir möchten mit dem neuen Mietportal rentscout den Schweizer Miet- und Vermietermarkt  revolutionieren. Unser Portal konzentriert sich auf Mietgegenstände, welche im Anschaffungspreis teuer sind und nur sporadisch zum Einsatz kommen. Dabei können Privatpersonen und Unternehmen als Vermieter inserieren. Mit Hilfe von rentscout sollen Mieter und Vermieter einander finden. Folglich ist das Portal für die Mieter vollumfänglich kostenlos. Diese können die verschiedenen Mietangebote übersichtlich vergleichen und bei Interesse den Vermieter mittels Kontaktformular oder Telefon direkt kontaktieren. Die Vermieter zahlen für den Inserierungsplatz ein kleines Entgelt. In Form von individuellen Packages kann ein massgeschneidertes Inserierungsmodell bezogen werden. Da es sich um ein bezahltes Portal handelt, werden sogenannte „Datenleichen“ vermieden und nur aktuelle Angebote inseriert. Die Investitionen reinvestieren wir komplett in relevante Marketingaktivitäten, damit unser Bekanntheitsgrad kontinuierlich steigt.

Wer hatte die Idee und wie ist sie entstanden?

Die Idee, ein Online-Portal für Vermietobjekte zu gründen entstand aus Eigenbedarf der Gründer von rentscout. Reto Oschwald wollte mit einem Wohnmobil in die Sommerferien fahren, Nico Egloff stand vor einem Umzug und Blerim Nrecaj musste die Hochzeit eines Kollegen organisieren. “Wo können wir alles an einem Ort mieten?” war die zentrale Frage die wir uns stellten. So war die Idee geboren ein für die massgeschneidertes Miet- und Vermietportal zu gründen. Wir richteten den Fokus darauf eine funktionelle Plattform aufzubauen, welche dem Benutzer einen echten Mehrwert bieten soll.

“Wo können wir alles an einem Ort mieten?” war die zentrale Frage die wir uns stellten.

Was sind bisher die grössten Herausforderungen für Euch?

Unserem Motto getreu haben wir das Augenmerk auf die Benutzeroberfläche und Funktionalität gelegt. Unser Ziel bestand darin, ein für jede Altersgruppen gerechtes Mietportal zu schaffen. Leichter gesagt als gemacht, haben wir auch nach kurzer Zeit feststellen müssen. Wir haben den Ansatz „Lerne von Mieter und Vermieter“ verfolgt. Hierzu haben wir einerseits Unternehmen im Bereich Vermietungen persönlich interviewt und so die wichtigsten Merkmale je Branche ausfindig gemacht. Zum anderen haben wir in einer repräsentativen Umfrage mittels Fragebogen die potenziellen Mieter gefragt, welche Merkmale Ihnen bei einem Mietprotal wichtig sind. Gerade bei den Unternehmen muss man um die 30 sein, um überzeugend wahrgenommen zu werden. Zum Glück haben wir ein super funktionierendes und eingespieltes Team. Trotz aller Hürden haben wir stets mit viel Herzblut an unsere Idee geglaubt und letztlich auch erfolgreich umgesetzt.

Wo seht ihr Rentscout in 5 Jahren?

Wir möchten, dass in 5 Jahren die Make rentscout mit Mieten und Vermieten assoziiert wird. Dabei wollen wir das Scouten als einen bekannten Begriff im Miet- und Vermietermarkt verankern. Unser Ziel ist es, dass man jemanden auf der Strasse fragen kann, wo man etwas mietet, und jeder «rentscout» sagt. Wir wollen dem Schweizer Markt eine Anlaufstelle bieten, wo es um die Vermietung von Gegenständen geht. Durch die Mehrfachnutzung der Gegenstände möchten wir letztlich auch dem wichtigsten Aspekt „Ökologie“ gerecht werden und somit unseren Beitrag dazu leisten Gutes zu tun!

Was wünscht ihr Euch für die Schweizer Sharing Economy?

Ein weiterer Grund, welcher uns dazu bewegt hat, ein Online-Portal für Vermietobjekte zu entwickeln, ist der soziale und ökologische Aspekt. In der heutigen Zeit lebt die Industrie von der Schnelllebigkeit ihrer Produkte. Den Preis hingegen bezahlt in den meisten Fällen die Umwelt. Bei einer Mehrfachnutzung von Produkten können Umweltressourcen gespart werden. Zusätzlich entsteht eine Win-Win Situation für den Mieter und Vermieter. Wir möchten mit unserer Plattform einen Betrag leisten, um diesem wesentlichen Problem der Verschwendung entgegenzuwirken. Wenn unser Gedankengut, unter anderem auch mit Hilfe von rentscout, den Menschen bewusst gemacht wird, findet dann hoffentlich ein Umdenken statt.

Mehr Informationen unter: https://www.rentscout.ch

Interview mit Babywave.ch: Mietplattform für Kinderkleider und mehr

babywave
Marc Rauch und Tom Vogel – Gründer von babywave.ch

Wir danken Marc von Babywave.ch für das Interview.

Was genau ist babywave.ch?
Babywave.ch ist eine Internetplattform, auf der wir Kinderkleider vermieten. Zusätzlich haben wir auch „Hardware“ wie Kindersitze oder -rucksäcke im Angebot. Dank unserer Seite können Kinderkleider einfach und schnell ausgesucht und nach Hause bestellt werden. Wenn die Kinder wachsen oder die Kleider nicht mehr gebraucht werden, sind die Kleider genauso unkompliziert wieder zurück geschickt. So müssen die vielen Kleider nicht teuer gekauft und zuhause gestapelt werden. Und das Beste: junge Eltern haben mehr Zeit für sich, als Paar oder für die Kinder.
Wieso habt ihr euch für Vermieten und gegen Verkaufen entschieden?
Hinter Baby Wave steht die Idee der Nachhaltigkeit. Kinderkleider werden meist nur für kurze Zeit genutzt. Baby Wave ermöglicht es, Kleider – oder Hardware – genau so lange zu mieten, wie sie gebraucht werden.
Baby Wave ermöglicht es, Kleider – oder Hardware – genau so lange zu mieten, wie sie gebraucht werden.
Welches sind die grössten Learnings auf eurem bisherigen Weg?
Auch wenn wir sehr professionell an die Umsetzung unserer Idee gingen, haftet ihr aus der Sicht von Investoren etwas Idealistisches an. Deshalb setzen wir vor allem auf Kooperationen und Crowdfunding. Auf 100-days.net/baby-wave läuft gerade eine Fundraising-Kampagne, damit wir unser Sortiment erweitern können.
Was erhofft ihr euch von einer Mitgliedschaft bei Sharecon?
Kooperationen sind für uns wichtig, um einerseits den Markt erweitern zu können und gleichzeitig die Kundenakquisitionskosten zu senken. Dabei muss immer eine Win-Win-Situation entstehen. Bei Sharecon treffen wir hoffentlich auf spannende mögliche Kooperationspartner. Ausserdem glauben wir an die Zukunft der Sharing Economy. Schliesslich gehen renommierte Firmen und Forscher von einem Megatrend aus.

Lifefair Forum: „Sharing Economy“, 13. Juni 2016 in Zürich

Lifefair2016

DIE nachhaltige Alternative – oder doch nicht?

Unter diesem Titel fand am 13. Juni im Forum St. Peter in Zürich ein gut besuchter Anlass statt, organisiert von Lifefair und moderiert durch Jürg Wildberger. 

Die gemeinsame Nutzung von Gütern und Dienstleistungen hat in der Schweiz in der Form des Genossenschaftswesens eine lange Tradition. Unter dem Namen #SharingEconomy wird sie seit einigen Jahren wieder vermehrt zum Gesprächsthema. Aufgrund der heute verfügbaren technologischen Hilfsmittel und der laufenden #digitalenTransformation (Evolution), eines stattfindenden Wertewandels und eines immer stärker werdenden, neuen Kundentypus (#socialcustomer), kann #SharingEconomy durchaus aus lukratives, globales Geschäftsmodell betrachtet werden.

Nach den beiden Keynotes von Frank Boller, VRP Mobility und Rasoul Jalali, General Manager Uber, diskutieren unter der Leitung von Jürg Wildberger: Frank Boller (Mobility), Rasoul Jalali (UBER), Natalie Imboden (Gewerkschaftssekretärin Unia), Bruno Sauter (Amtschef, Amt für Wirtschaft und Arbeit Kt. Zürich) und Roger Wüthrich-Hasenböhler (Leiter Digital Business Swisscom).

Hier die wichtigsten Take-Aways

Die neuen Technologien, welche Nutzer und Anbieter effizient zusammenführen können, sind wesentliche Treiber der Sharing Economy. Als technologisch führendes Land sind wir prädestiniert solche Plattformen zu entwickeln und zu betreiben.

Quote: Frank Boller, Mobility

Videobeitrag, Frank Boller

Es gibt es zwei Möglichkeiten mit dem Thema Sharing Economy umzugehen: Entweder man verschließt sich und riskiert, nicht dabei zu sein, wenn es weltweit Fahrt aufnimmt. Oder man schafft Rahmenbedingungen, die innovativen Diensten wie Uber auch in der Schweiz Rechtssicherheit bieten. Das ist zum einen wichtig, damit die Konsumenten in der Schweiz weiterhin von günstigeren Preisen und mehr Service profitieren können. Zum anderen ist es aber auch dringende Voraussetzung, damit derartige Dienste in Zukunft auch in der Schweiz entwickelt werden können.

Quote: Rasoul Jalali, Uber

Videobeitrag, Rasoul Jalali

Die Sharing Economy bietet Chancen, komplizierte Prozesse zu vereinfachen. Man muss aber die Arbeitsbedingungen der Sharing Economy sehr genau beobachten und diese gestalten. Es braucht existenzsichernde Löhne und soziale Absicherung. Gesellschaft und Politik müssen die Rahmenbedingungen vorgeben, innerhalb derer die Sharing Economy sich entwickeln kann. Neben der sozialen muss man auch die ökologische Nachhaltigkeit beachten.

Quote: Natalie Imboden, Unia

Videobeitrag, Natalie Imboden

Viele der Schweizer Jungunternehmen gehören zu den weltweit innovativsten und deshalb hat die Schweizer Wirtschaft das Potenzial, neue Marktmodelle des Teilens und Verleihens zu erschaffen. Dazu müssen allerdings die Wirtschaft den Aufbau der Sharing Economy aktiv mitgestalten und die Politik die Umgestaltung des gesetzlichen Rahmens in Angriff nehmen.

Quote: Bruno Sauter, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Zürich

Videobeitrag, Bruno Sauter

Ich bin der festen Meinung, dass die Sharing Economy als Business-Modell allen Unternehmen ein grosses Potenzial bietet, das eigene Geschäftsmodell weiterzubringen.

Quote: Roger Wüthrich-Hasenböhler, Swisscom

Videobeitrag, Roger Wüthrich

Podium_LifeFair2016In der Podiumsdiskussion wurden folgende Aspekte beleuchtet:

1) Die elektronischen Marktplätze der Sharing Economy basieren auf erfolgs- und gewinnorientierten Geschäftsmodellen. Ökonomische Anreize für alle Teilnehmer, nicht nur für den Service-Provider, sind Treiber des Erfolgs. Das Streben nach Gewinn steht nicht im Widerstreit mit Ökologie und Nachhaltigkeit. Erst ökonomische Anreize für alle Teilnehmer ermöglichen die Skalierbarkeit der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen.

2) Ökologische Ziele mit Sharing Economy werden aber nur erreicht, wenn weniger Ressourcen verbraucht werden. Konsens besteht darüber, dass es nachhaltige Geschäftsmodelle gibt und ökologische Implikationen individuell zu beurteilen sind.

3) Weil die elektronischen Marktplätze allen Teilnehmern wirtschaftliche Anreize bieten, verändert sich der Arbeitsmarkt (u.a. Selbständigkeit). Das wird als Chance begriffen, kann aber auch zu Unsicherheiten und sozialem Abstieg führen. Einigkeit besteht darüber, dass es Veränderungsprozesse gibt und diese durch die Gesetzgebung zu gestalten sind.

4) Digitale Plattformen der Sharing Economy basieren oft auf einem globalen Konzept. Das hat Auswirkungen auch auf die Autonomie der politischen Schweiz. Diese soll proaktiv Rahmenbedingungen definieren, u.a. bezüglich neuen Arbeitsformen, schädlichen Monopolstellungen und Versicherungsfragen.

5) Die Schweiz ist bei elektronischen Marktplätzen nicht an vorderster Front dabei, obgleich die Genossenschaft ein urschweizerisches Modell ist. Das Podium findet mentale (wenig ausgeprägte Kultur des unternehmerischen Scheiterns) und strukturelle Gründe, u.a. weil in der Schweiz im Gegensatz zu den USA geparkte Vorsorgegelder jungen Unternehmen nicht als Entwicklungskapital zur Verfügung stehen.

Hier noch Zugang zu weiteren Videobeiträgen aus dem Event.

 

Gast-Beitrag von Christian Fehr (ship-ahoy.ch)

Shipahoy

Wir haben unser Ziel wahrlich hoch gesteckt wenn wir sagen, dass wir möglichst vielen Menschen das Gefühl von Freiheit, Glacé und Lebensqualität wecken möchten. Und das auf dem Wasser. Laue Sommerabende mit Freunden auf dem See? Ein Nachtessen zu zweit am Wasser? Eine Wakeboard-Session? Oder Wasserski? Vielleicht aber doch nur baden! Oder zum Brunchen am Sonntag in ein Restaurant am Ufer? Mit der Familie den Nachmittag mitten auf dem See verbringen? Mitternachts-Schwimmen? All das sind Dinge, die für viele von uns für Lebensqualität und vor allem unvergessliche Momente stehen.

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Sharing Economy goes Corporate

ShareconEventZurich

Sharing Economy goes Corporate

Unter diesem Motto organisierte #ShareconSchweiz am 19.4.2016 in Zürich einen Anlass, an welchem mehr als 50 Personen teilnahmen. An dieser Stelle möchten wir uns bei Swisscom für die erneute Gastfreundschaft bedanken. «Pirates Hub», eine vielversprechende Bezeichnung für eine der Innovations-Units der Swisscom. An diesem inspirierenden Ort empfing Sharecon seine Gäste. Drei Referenten waren eingeladen, um zum Thema «Sharing Economy und Firmen» zu sprechen.

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«Teilen und Energie sparen?» – Studie von Interface Politstudien

Interface_Politstudien

ein Gastbeitrag von Daniel Matti, Dipl. Geograf, Bereichsleiter Verkehr & Raum, INTERFACE Politikstudien

Ist kollaborativer Konsum energiesparend? Dominiert der Teilungsvorgang die Energiebilanz oder sind gar Nebeneffekte entscheidend?

Am 9. Dezember 2015 wurden die Themen „Teilen“ und „Energiesparen“ in einer kurzen Reportage in «20 Minuten» aufgegriffen. Schon länger – seit anfangs 2015 – führen die Sozialforschungsstelle der Universität Zürich und Interface Politikstudien Forschung Beratung in Luzern im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 71 (NFP 71) des Schweizerischen Nationalfonds das Forschungsprojekt „Hype or Promise? The Contribution of Collaborative Consumption to Saving Energy“ durch.

Dabei wird der Frage nachgegangen, ob kollaborativer Konsum einen Beitrag zum Energiesparen leisten kann und wenn ja, mit welchen Massnahmen diese Art von Konsum gefördert werden kann.

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, anhand von zwei ausgewählten Sharing- Angeboten fördernde und hindernde Faktoren des kollaborativen Konsums zu identifizieren und Massnahmen zu erarbeiten, die die Nutzung energiesparender Sharing- Angebote fördern.

Das Forschungsprojekt verläuft in vier Schritten:

Das Forschungsprojekt verläuft in vier Schritten:

  1. Mit Expertenbefragungen werden kriteriengestützt Produktkategorien definiert und zwei konkrete Sharing-Angebote ausgewählt.
  2. Eine Breitenbefragung bei NutzerInnen und AnbieterInnen von Sharingangeboten erlaubt, Nutzungscharakteristiken und Motivationsstrukturen zu ergründen sowie Anreizmechanismen und gesellschaftliche, politische, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen zu identifizieren.
  3. Die Ergebnisse dienen der Modellierung von Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen zur Förderung der Nutzung und des Bereitstellens energiesparender Sharing-Angebote. Im Rahmen eines Expertenworkshops mit Teilnehmenden aus Forschung und Praxis werden die Modelle konkretisiert und anschliessend experimentell getestet und validiert.
  4. Abschliessend werden die bisherigen Ergebnisse genutzt, um das Energiesparpotential des jeweiligen Sharing-Angebots zu berechnen und um Empfehlungen für künftige Massnahmen und für eine allfällige Rolle des Staates im Bereich des kollaborativen Konsums zu formulieren.

Im ersten, bereits abgeschlossenen Arbeitsschritt  wurden als Beispielprodukte zwei Angebote aus den Produktkategorien Mobilität und Beherbergung/Unterkunft ausgewählt: BlaBlaCar (ehemals mitfahrgelegenheit.ch) sowie Airbnb. Aktuell bereitet das Projektteam die Online-Breitenbefragung vor. Diese startet im Frühjahr 2016.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass zum Einen die Rahmenbedingungen des Teilens bedeutend sind.

  • Darf ich meine Wohnung mietrechtlich betrachtet bei Airbnb anbieten?
  • Oder wer haftet bei einem Vorfall für meinen Mitfahrer?

Zum Andern hat der Auswahlprozess für die Produktkategorien und Beispielprodukte gezeigt, dass die energetischen Auswirkungen des kollaborativen Konsums bedeutend sein können.

  • Wo wohnen Airbnb-Gastgeber während der Buchung?
  • Reisen Airbnb-Gäste öfter, weiter oder häufiger?
  • Fahren Mitfahrer beim Carpooling mehr weil es billiger ist?
  • Was geschieht mit allfällig frei werdenden Parkplätzen bei Fahrgemeinschaften?

Im Rahmen der weiteren Arbeitsschritte hofft das Forschungsteam, diese Fragen beantworten zu können. Im nächsten Halbjahr wird ein Expertenpool als Begleitgremium aufgebaut.

Das Forschungsteam lädt interessierte Personen aus dem Umfeld von Sharecon herzlich ein, den Forschungsprozess beratend zu unterstützen. Interessenten können sich via E-mail an Herrn Daniel Matti wenden.

Web Summit 2015 – Eindrücke eines Erstbesuchs

IMG_1200November 2015, Dublin, herrliches Herbstwetter mit Sonnenschein und (fast) kein Regen. Etwas unüblich für Irland, aber es passte perfekt zu einem Besuch der 3 tägigen Veranstaltung mit mehr als 40’000 Teilnehmern aus über 130 Ländern.

Für den Verfasser dieses Blogbeitrags war es der erste Besuch und dementsprechend hoch waren die Erwartungen.

Warum geht man eigentlich an den WebSummit?

  • Als StartUp ist es eine gute Gelegenheit Investoren zu treffen und sich mit anderen zu vergleichen;
  • Als Investor trifft man auf interessante StartUps und Geschäftsideen;
  • Als Besucher hat man (fast) unerschöpfliche Möglichkeiten networking zu betreiben, sich inspirieren zu lassen und vor allem an eindrücklichen Gesprächen teilzunehmen (ähnlich zu den TEDx talks).

Wirklich beeindruckend war die organisatorische Leistung des Veranstalters. Sehr gut organisiert von der Ticketreservation, über die Informationen im Blog, bis hin zu den täglichen Berichterstattungen und den Networking Möglichkeiten via WebSummit-App. Alles in allem eine für mich perfekte Kundenerfahrung.

Der WebSummit 2015 in Zahlen

Die Entwicklung des Web Summit ist eine eindrückliche Erfolgsstory. Hier einige Zahlen (Quelle: Wikipedia) dazu:

2010/2011: 500 Teilnehmer, hauptsächliche lokale Redner aus Ireland

2012: 4’200 Teilnehmer, 60% aus Europa

2013: 10’000 Teilnehmer

2014: 22’000

2015: 42’000 Teilnehmer aus 134 Ländern, 1’000 Speaker, 1’000 Investoren, 1’200 Medienvertreter und 2’100 Startups.

Diese Entwicklung zeigt deutlich auf, dass der Web Summit in Dublin allem Anschein nach an gewisse Grenzen gestoßen ist. Dies wird zumindest vom Organisator als Grund angegeben um den Wegzug nach Portugal (Lissabon) zu erklären.

Kurzzusammenfassung der wichtigsten Web Summit Events

Die folgenden Links sind lesenswert und vermitteln einen Eindruck über die 3 Tage (Blogbeiträge des Organisators).

Start-Up Pitch – Die besten Ideen sind die Kürzesten – Pitching in 30 Sekunden

5 weltberühmte Autoren erzählen

Marketing Summit Highlights

https://blog.websummit.net/what-a-week-heres-our-15-web-summit-highlights/

Web Summit Workshop Highlights

https://blog.websummit.net/42000-attendees-from-134-countries-are-making-their-way-to-web-summit/

2’160 Meetings oder die Web Summit Office Hours

Der Web Summit – Social Perspective

Einige persönliche Highlights

Ich habe an einigen Start-up pitches teilgenommen. Diese an dieser Stelle widerzugeben ist nur schwer möglich. Beindruckt haben mich die folgenden Aspekte:

  • Die große Energie und Passion mit welcher die selektierten Start-up ihre Lösungen präsentiert haben um die Investoren zu beeindrucken;
  • Die Professionalität der Experten aus dem Investorenkreis;
  • Der Umstand, dass auch die Zuhörer der Pitches ihre Meinung abgeben konnten und somit zumindest indirekt das Resultat mitgestalten konnten.

Die Präsentation des Majority World Reports. Thematisiert wurde die gegenwärtige Situation und Weiterentwicklung im Bereich «Digitalisierung». Interessant war vor allem die Aussage, dass wir (die westliche Welt) heute immer noch glauben eine globale Perspektive zu haben „…smart people believe that mobile is the future…“. Aber wir scheinen zu ignorieren, dass es bereits Länder gibt, welche in dieser Zukunft bereits angelangt sind „…but in the Majority World, Mobile is already the present…“. Die nachfolgende Selektion von Slides (Quelle: my own Smartphone pictures) gibt einen interessanten Einblick in diese Realität.

Warum ich auch 2016 wieder an den Web Summit gehen werden

  • Es ist der (fast) perfekte Ort sich ein Bild zu machen wie die digitale Transformation voranschreitet;
  • Der Austausch mit anderen Teilnehmern, Start-ups und Investoren ist (fast) grenzenlos. Bedingung: persönliche Vorbereitung und vorgängige Reservation von Gesprächsterminen;
  • Man hat als Besucher etwas das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein.

Hier noch einige mit dem Smartphone gesammelte Eindrücke: