Lifefair Forum: „Sharing Economy“, 13. Juni 2016 in Zürich

Lifefair2016

DIE nachhaltige Alternative – oder doch nicht?

Unter diesem Titel fand am 13. Juni im Forum St. Peter in Zürich ein gut besuchter Anlass statt, organisiert von Lifefair und moderiert durch Jürg Wildberger. 

Die gemeinsame Nutzung von Gütern und Dienstleistungen hat in der Schweiz in der Form des Genossenschaftswesens eine lange Tradition. Unter dem Namen #SharingEconomy wird sie seit einigen Jahren wieder vermehrt zum Gesprächsthema. Aufgrund der heute verfügbaren technologischen Hilfsmittel und der laufenden #digitalenTransformation (Evolution), eines stattfindenden Wertewandels und eines immer stärker werdenden, neuen Kundentypus (#socialcustomer), kann #SharingEconomy durchaus aus lukratives, globales Geschäftsmodell betrachtet werden.

Nach den beiden Keynotes von Frank Boller, VRP Mobility und Rasoul Jalali, General Manager Uber, diskutieren unter der Leitung von Jürg Wildberger: Frank Boller (Mobility), Rasoul Jalali (UBER), Natalie Imboden (Gewerkschaftssekretärin Unia), Bruno Sauter (Amtschef, Amt für Wirtschaft und Arbeit Kt. Zürich) und Roger Wüthrich-Hasenböhler (Leiter Digital Business Swisscom).

Hier die wichtigsten Take-Aways

Die neuen Technologien, welche Nutzer und Anbieter effizient zusammenführen können, sind wesentliche Treiber der Sharing Economy. Als technologisch führendes Land sind wir prädestiniert solche Plattformen zu entwickeln und zu betreiben.

Quote: Frank Boller, Mobility

Videobeitrag, Frank Boller

Es gibt es zwei Möglichkeiten mit dem Thema Sharing Economy umzugehen: Entweder man verschließt sich und riskiert, nicht dabei zu sein, wenn es weltweit Fahrt aufnimmt. Oder man schafft Rahmenbedingungen, die innovativen Diensten wie Uber auch in der Schweiz Rechtssicherheit bieten. Das ist zum einen wichtig, damit die Konsumenten in der Schweiz weiterhin von günstigeren Preisen und mehr Service profitieren können. Zum anderen ist es aber auch dringende Voraussetzung, damit derartige Dienste in Zukunft auch in der Schweiz entwickelt werden können.

Quote: Rasoul Jalali, Uber

Videobeitrag, Rasoul Jalali

Die Sharing Economy bietet Chancen, komplizierte Prozesse zu vereinfachen. Man muss aber die Arbeitsbedingungen der Sharing Economy sehr genau beobachten und diese gestalten. Es braucht existenzsichernde Löhne und soziale Absicherung. Gesellschaft und Politik müssen die Rahmenbedingungen vorgeben, innerhalb derer die Sharing Economy sich entwickeln kann. Neben der sozialen muss man auch die ökologische Nachhaltigkeit beachten.

Quote: Natalie Imboden, Unia

Videobeitrag, Natalie Imboden

Viele der Schweizer Jungunternehmen gehören zu den weltweit innovativsten und deshalb hat die Schweizer Wirtschaft das Potenzial, neue Marktmodelle des Teilens und Verleihens zu erschaffen. Dazu müssen allerdings die Wirtschaft den Aufbau der Sharing Economy aktiv mitgestalten und die Politik die Umgestaltung des gesetzlichen Rahmens in Angriff nehmen.

Quote: Bruno Sauter, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Zürich

Videobeitrag, Bruno Sauter

Ich bin der festen Meinung, dass die Sharing Economy als Business-Modell allen Unternehmen ein grosses Potenzial bietet, das eigene Geschäftsmodell weiterzubringen.

Quote: Roger Wüthrich-Hasenböhler, Swisscom

Videobeitrag, Roger Wüthrich

Podium_LifeFair2016In der Podiumsdiskussion wurden folgende Aspekte beleuchtet:

1) Die elektronischen Marktplätze der Sharing Economy basieren auf erfolgs- und gewinnorientierten Geschäftsmodellen. Ökonomische Anreize für alle Teilnehmer, nicht nur für den Service-Provider, sind Treiber des Erfolgs. Das Streben nach Gewinn steht nicht im Widerstreit mit Ökologie und Nachhaltigkeit. Erst ökonomische Anreize für alle Teilnehmer ermöglichen die Skalierbarkeit der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen.

2) Ökologische Ziele mit Sharing Economy werden aber nur erreicht, wenn weniger Ressourcen verbraucht werden. Konsens besteht darüber, dass es nachhaltige Geschäftsmodelle gibt und ökologische Implikationen individuell zu beurteilen sind.

3) Weil die elektronischen Marktplätze allen Teilnehmern wirtschaftliche Anreize bieten, verändert sich der Arbeitsmarkt (u.a. Selbständigkeit). Das wird als Chance begriffen, kann aber auch zu Unsicherheiten und sozialem Abstieg führen. Einigkeit besteht darüber, dass es Veränderungsprozesse gibt und diese durch die Gesetzgebung zu gestalten sind.

4) Digitale Plattformen der Sharing Economy basieren oft auf einem globalen Konzept. Das hat Auswirkungen auch auf die Autonomie der politischen Schweiz. Diese soll proaktiv Rahmenbedingungen definieren, u.a. bezüglich neuen Arbeitsformen, schädlichen Monopolstellungen und Versicherungsfragen.

5) Die Schweiz ist bei elektronischen Marktplätzen nicht an vorderster Front dabei, obgleich die Genossenschaft ein urschweizerisches Modell ist. Das Podium findet mentale (wenig ausgeprägte Kultur des unternehmerischen Scheiterns) und strukturelle Gründe, u.a. weil in der Schweiz im Gegensatz zu den USA geparkte Vorsorgegelder jungen Unternehmen nicht als Entwicklungskapital zur Verfügung stehen.

Hier noch Zugang zu weiteren Videobeiträgen aus dem Event.

 

Gast-Beitrag von Christian Fehr (ship-ahoy.ch)

Shipahoy

Wir haben unser Ziel wahrlich hoch gesteckt wenn wir sagen, dass wir möglichst vielen Menschen das Gefühl von Freiheit, Glacé und Lebensqualität wecken möchten. Und das auf dem Wasser. Laue Sommerabende mit Freunden auf dem See? Ein Nachtessen zu zweit am Wasser? Eine Wakeboard-Session? Oder Wasserski? Vielleicht aber doch nur baden! Oder zum Brunchen am Sonntag in ein Restaurant am Ufer? Mit der Familie den Nachmittag mitten auf dem See verbringen? Mitternachts-Schwimmen? All das sind Dinge, die für viele von uns für Lebensqualität und vor allem unvergessliche Momente stehen.

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Sharing Economy goes Corporate

ShareconEventZurich

Sharing Economy goes Corporate

Unter diesem Motto organisierte #ShareconSchweiz am 19.4.2016 in Zürich einen Anlass, an welchem mehr als 50 Personen teilnahmen. An dieser Stelle möchten wir uns bei Swisscom für die erneute Gastfreundschaft bedanken. «Pirates Hub», eine vielversprechende Bezeichnung für eine der Innovations-Units der Swisscom. An diesem inspirierenden Ort empfing Sharecon seine Gäste. Drei Referenten waren eingeladen, um zum Thema «Sharing Economy und Firmen» zu sprechen.

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«Teilen und Energie sparen?» – Studie von Interface Politstudien

Interface_Politstudien

ein Gastbeitrag von Daniel Matti, Dipl. Geograf, Bereichsleiter Verkehr & Raum, INTERFACE Politikstudien

Ist kollaborativer Konsum energiesparend? Dominiert der Teilungsvorgang die Energiebilanz oder sind gar Nebeneffekte entscheidend?

Am 9. Dezember 2015 wurden die Themen „Teilen“ und „Energiesparen“ in einer kurzen Reportage in «20 Minuten» aufgegriffen. Schon länger – seit anfangs 2015 – führen die Sozialforschungsstelle der Universität Zürich und Interface Politikstudien Forschung Beratung in Luzern im Rahmen des Nationalen Forschungsprogramms 71 (NFP 71) des Schweizerischen Nationalfonds das Forschungsprojekt „Hype or Promise? The Contribution of Collaborative Consumption to Saving Energy“ durch.

Dabei wird der Frage nachgegangen, ob kollaborativer Konsum einen Beitrag zum Energiesparen leisten kann und wenn ja, mit welchen Massnahmen diese Art von Konsum gefördert werden kann.

Das Forschungsprojekt verfolgt das Ziel, anhand von zwei ausgewählten Sharing- Angeboten fördernde und hindernde Faktoren des kollaborativen Konsums zu identifizieren und Massnahmen zu erarbeiten, die die Nutzung energiesparender Sharing- Angebote fördern.

Das Forschungsprojekt verläuft in vier Schritten:

Das Forschungsprojekt verläuft in vier Schritten:

  1. Mit Expertenbefragungen werden kriteriengestützt Produktkategorien definiert und zwei konkrete Sharing-Angebote ausgewählt.
  2. Eine Breitenbefragung bei NutzerInnen und AnbieterInnen von Sharingangeboten erlaubt, Nutzungscharakteristiken und Motivationsstrukturen zu ergründen sowie Anreizmechanismen und gesellschaftliche, politische, ökonomische und rechtliche Rahmenbedingungen zu identifizieren.
  3. Die Ergebnisse dienen der Modellierung von Einflussfaktoren und Rahmenbedingungen zur Förderung der Nutzung und des Bereitstellens energiesparender Sharing-Angebote. Im Rahmen eines Expertenworkshops mit Teilnehmenden aus Forschung und Praxis werden die Modelle konkretisiert und anschliessend experimentell getestet und validiert.
  4. Abschliessend werden die bisherigen Ergebnisse genutzt, um das Energiesparpotential des jeweiligen Sharing-Angebots zu berechnen und um Empfehlungen für künftige Massnahmen und für eine allfällige Rolle des Staates im Bereich des kollaborativen Konsums zu formulieren.

Im ersten, bereits abgeschlossenen Arbeitsschritt  wurden als Beispielprodukte zwei Angebote aus den Produktkategorien Mobilität und Beherbergung/Unterkunft ausgewählt: BlaBlaCar (ehemals mitfahrgelegenheit.ch) sowie Airbnb. Aktuell bereitet das Projektteam die Online-Breitenbefragung vor. Diese startet im Frühjahr 2016.

Bereits jetzt zeichnet sich ab, dass zum Einen die Rahmenbedingungen des Teilens bedeutend sind.

  • Darf ich meine Wohnung mietrechtlich betrachtet bei Airbnb anbieten?
  • Oder wer haftet bei einem Vorfall für meinen Mitfahrer?

Zum Andern hat der Auswahlprozess für die Produktkategorien und Beispielprodukte gezeigt, dass die energetischen Auswirkungen des kollaborativen Konsums bedeutend sein können.

  • Wo wohnen Airbnb-Gastgeber während der Buchung?
  • Reisen Airbnb-Gäste öfter, weiter oder häufiger?
  • Fahren Mitfahrer beim Carpooling mehr weil es billiger ist?
  • Was geschieht mit allfällig frei werdenden Parkplätzen bei Fahrgemeinschaften?

Im Rahmen der weiteren Arbeitsschritte hofft das Forschungsteam, diese Fragen beantworten zu können. Im nächsten Halbjahr wird ein Expertenpool als Begleitgremium aufgebaut.

Das Forschungsteam lädt interessierte Personen aus dem Umfeld von Sharecon herzlich ein, den Forschungsprozess beratend zu unterstützen. Interessenten können sich via E-mail an Herrn Daniel Matti wenden.

Web Summit 2015 – Eindrücke eines Erstbesuchs

IMG_1200November 2015, Dublin, herrliches Herbstwetter mit Sonnenschein und (fast) kein Regen. Etwas unüblich für Irland, aber es passte perfekt zu einem Besuch der 3 tägigen Veranstaltung mit mehr als 40’000 Teilnehmern aus über 130 Ländern.

Für den Verfasser dieses Blogbeitrags war es der erste Besuch und dementsprechend hoch waren die Erwartungen.

Warum geht man eigentlich an den WebSummit?

  • Als StartUp ist es eine gute Gelegenheit Investoren zu treffen und sich mit anderen zu vergleichen;
  • Als Investor trifft man auf interessante StartUps und Geschäftsideen;
  • Als Besucher hat man (fast) unerschöpfliche Möglichkeiten networking zu betreiben, sich inspirieren zu lassen und vor allem an eindrücklichen Gesprächen teilzunehmen (ähnlich zu den TEDx talks).

Wirklich beeindruckend war die organisatorische Leistung des Veranstalters. Sehr gut organisiert von der Ticketreservation, über die Informationen im Blog, bis hin zu den täglichen Berichterstattungen und den Networking Möglichkeiten via WebSummit-App. Alles in allem eine für mich perfekte Kundenerfahrung.

Der WebSummit 2015 in Zahlen

Die Entwicklung des Web Summit ist eine eindrückliche Erfolgsstory. Hier einige Zahlen (Quelle: Wikipedia) dazu:

2010/2011: 500 Teilnehmer, hauptsächliche lokale Redner aus Ireland

2012: 4’200 Teilnehmer, 60% aus Europa

2013: 10’000 Teilnehmer

2014: 22’000

2015: 42’000 Teilnehmer aus 134 Ländern, 1’000 Speaker, 1’000 Investoren, 1’200 Medienvertreter und 2’100 Startups.

Diese Entwicklung zeigt deutlich auf, dass der Web Summit in Dublin allem Anschein nach an gewisse Grenzen gestoßen ist. Dies wird zumindest vom Organisator als Grund angegeben um den Wegzug nach Portugal (Lissabon) zu erklären.

Kurzzusammenfassung der wichtigsten Web Summit Events

Die folgenden Links sind lesenswert und vermitteln einen Eindruck über die 3 Tage (Blogbeiträge des Organisators).

Start-Up Pitch – Die besten Ideen sind die Kürzesten – Pitching in 30 Sekunden

5 weltberühmte Autoren erzählen

Marketing Summit Highlights

https://blog.websummit.net/what-a-week-heres-our-15-web-summit-highlights/

Web Summit Workshop Highlights

https://blog.websummit.net/42000-attendees-from-134-countries-are-making-their-way-to-web-summit/

2’160 Meetings oder die Web Summit Office Hours

Der Web Summit – Social Perspective

Einige persönliche Highlights

Ich habe an einigen Start-up pitches teilgenommen. Diese an dieser Stelle widerzugeben ist nur schwer möglich. Beindruckt haben mich die folgenden Aspekte:

  • Die große Energie und Passion mit welcher die selektierten Start-up ihre Lösungen präsentiert haben um die Investoren zu beeindrucken;
  • Die Professionalität der Experten aus dem Investorenkreis;
  • Der Umstand, dass auch die Zuhörer der Pitches ihre Meinung abgeben konnten und somit zumindest indirekt das Resultat mitgestalten konnten.

Die Präsentation des Majority World Reports. Thematisiert wurde die gegenwärtige Situation und Weiterentwicklung im Bereich «Digitalisierung». Interessant war vor allem die Aussage, dass wir (die westliche Welt) heute immer noch glauben eine globale Perspektive zu haben „…smart people believe that mobile is the future…“. Aber wir scheinen zu ignorieren, dass es bereits Länder gibt, welche in dieser Zukunft bereits angelangt sind „…but in the Majority World, Mobile is already the present…“. Die nachfolgende Selektion von Slides (Quelle: my own Smartphone pictures) gibt einen interessanten Einblick in diese Realität.

Warum ich auch 2016 wieder an den Web Summit gehen werden

  • Es ist der (fast) perfekte Ort sich ein Bild zu machen wie die digitale Transformation voranschreitet;
  • Der Austausch mit anderen Teilnehmern, Start-ups und Investoren ist (fast) grenzenlos. Bedingung: persönliche Vorbereitung und vorgängige Reservation von Gesprächsterminen;
  • Man hat als Besucher etwas das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein.

Hier noch einige mit dem Smartphone gesammelte Eindrücke:

 

Eva Luethi – Vorsitzende von Sharecon Schweiz – wer ist sie?

Eva Luethi ShareconEva, was machst du und woher kennst du die Sharing Economy?

Nutzerin der Sharing Economy bin ich schon lange. Die Idee von #Airbnb hat mich von Anfang an begeistert. Nur war ich mir damals dem Begriff #SharingEconomy nicht bewusst. Dies änderte natürlich in meiner Zeit als CEO von sharoo (2014-2015), der P2P Carsharing Plattform für das Teilen von Autos. In dieser Zeit habe ich Feuer gefangen für dieses Thema. Zurzeit arbeite ich bei Swisscom Innovationen und beschäftige mich auch hier mit dem Thema der Sharing Economy und dessen Potenzial.

Persönlich gefällt mir daran die Vereinfachung des Lebens durch die Minimierung des Besitzes. Als ich für eine längere Reise den Grossteil meines „Besitzes“ verkauft habe habe ich sehr deutlich gespürt, wie entlastend es sein kann wenig zu besitzen. Da ich aber dennoch nicht gerne verzichte und gewisse Dinge auch nutzen will – aber v.a. dann, wenn ich sie auch wirklich brauche – ist die Sharing Economy genau mein Ding.

Warum liegt dir Sharecon am Herzen?

Die Sharing Economy als solches liegt mir am Herzen. Es geht ein Wertewandel damit einher, bei dem nicht mehr der Besitz von Gütern sondern der Zugang im Zentrum steht. Diese Bewegung gilt es voranzutreiben.

Das Ziel von Sharecon ist es, diese Bewegung in der Schweiz voranzutreiben und zu unterstützen. Wir wollen die Startups mit Wirtschaft, Politik und Journalisten verlinken aber auch den Austausch der Startups untereinander fördern. Die Sharing Economy ist eine globale Bewegung, erst wenn wir uns verbinden und gemeinsam dafür einsetzen, können wir etwas erreichen. Das ist auch das Ziel unseres Vereins.

Was denkst du sind die grössten Hürden für die Sharing Economy in der Schweiz?

Schweizer Investoren sind eher zurückhaltend, was Start-ups betrifft. Gerade aber in der Sharing Economy – wo Plattformen und der Aufbau einer Community das Kernstück sind – ist es enorm wichtig über genügend Kapital zu verfügen um dies erreichen zu können. Es muss uns als Verein gelingen, die Sharing Economy in der Schweiz gut zu positionieren, sodass auch Investoren gewillt sind in hiesige Startups zu investieren.

Was sind die grössten Chancen für die Sharing Economy in der Schweiz?

Als Chance sehe ich, dass die Rahmenbedingungen aufgrund der geringen Regulierungsdichte gut sind. Dies wirkt unterstützend, sodass Startups in diesem Bereich entstehen und betrieben werden können. 

Des weiteren denke ich, dass wir derzeit in einer Schweiz leben, in der wir immer weniger in sozialen Netzwerken verbunden sind. Sei dies mit Nachbarn oder aber auch in Vereinen. Die Sharing Economy ist eine Bewegung, die „fremde“ Leute wieder stärker miteinander verbindet. Dieser Nebeneffekt wird sicherlich auch in der Schweiz geschätzt, da wir ja alle im Grunde soziale Wesen sind.

Was hoffst du in der Schweizer Sharing economy zu sehen und mit Sharecon in den naechsten 2-3 Jahren zu erreichen?

Die Sharing Economy ist kein Hype sondern wird die Gesellschaft nachhaltig verändern. Sie ist aber mit einem Wertewandel verbunden, der Zeit beansprucht. In dieser Hinsicht wünsche ich mir von den Startups viel Ausdauer und Hartnäckigkeit, sodass sie dann die Früchte ihrer Vorarbeit auch ernten können, wenn der Wertewandel stattgefunden hat. Als Sharecon wollen wir diesen Wertewandel aktiv mitgestalten, das Thema aktiv bewirtschaften und die Gesellschaft zu diesem Thema sensibilisieren und motivieren, Teil dieser faszinierenden Bewegung zu werden.

Was teilst du persönlich?

Ich teile meinen VW Bus, meine Wohnung, mein Gummiboot (ich wohne direkt an der Aare) etc. Wirklich ungern teile ich eigentlich nur meinen Computer. Ich mag es nicht, wenn Einstellungen daran verändert werden.

Danke für das Interview.

24.11.2015 #Go2Market Event Sharecon Schweiz

Go to Market

Am 24.11.2015 fand der letzte Sharecon Event des Jahres 2015 in Zürich statt. Der Event war ganz dem Thema #Go2Market Strategien und Best Practices gewidmet. Der Anlass fand in den Lokalitäten von #BlueLionIncubator Zürich statt. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich für die Gastfreundschaft.

«Liefern statt Lafern…»
«kämpfen, kämpfen, kämpfen…»
«stell dich deinen Herausforderungen…»
«eine treue Community ist Gold wert…»
«done is better than perfect…»
«Fokus auf Kernkompetenzen…»
«strategische Flexibilität…»

Diese Statements sind eine kurze Zusammenfassung der Kurzpräsentationen und der anschliessenden Diskussion. Aber nun der Reihe nach.

IMG_1847IMG_1846Eröffnet wurde der Anlass von Eva Lüthi, welche neu als Präsidentin des Vereins tätig ist, mit einem Blumenstrauss für Stella Schieffer, welche das Amt abgibt, jedoch weiterhin im Vorstand verbleibt.

 

IMG_1850Gert Christen, CEO von Blue Lion Incubator begrüsste die Teilnehmer und beschrieb in eindrücklichen Worten seine Erfahrungen mit den Start-Ups und vor allem die kulturellen Unterschiede zwischen Schweiz und z.B. USA.

 

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Dennis Teichmann, CEO von Jacando führte die Teilnehmer durch die bewegte, jedoch nicht minder erfolgreiche Geschichte des Unternehmens. «Für jacando war entscheidend sich auf die Kernkompetenz zu konzentrieren und flexibel zu positionieren», war eine seiner Kernaussagen und illustriert eindrücklich, dass auch ein #SharingEconomy Unternehmen sich intensiv mit dem Revenue-Stream auseinandersetzen muss. jacando entwickelte sich von einem „Task sharing“ Unternehmen zu einem innovativen SaaS Anbieter mit Community Know-How.

IMG_1857Silena Medici, Leiterin von Catch A Car erläuterte die #Go2Market Strategie des Unternehmens, welches gegenwärtig in der Stadt Basel eine breit angelegte Pilotphase durchführt. «ein Produkt welches nur digital zugänglich ist – #CarSharing – braucht eine durchdachte und spezifische Strategie». «Es ist eine Herausforderung, für ein erklärungsbedürftiges Produkt, Content Marketing zu betreiben.» Aus diesem Grunde werden auch verschiedene Tools je nach Botschaft eingesetzt: Video, Text, Bilder etc.

IMG_1864Andreas Amstutz, CEO von Sharely gab in seiner Kurzpräsentation Einblick in die Erfahrungen, welche dieses Unternehmen mit seinem Markteintritt gemacht hat und was daraus gelernt wurde. «No business plan survives first contact with customers! (Zitat: Steve Blank)». Mit diesem Satz illustrierte er eindrücklich, dass die Initialidee vielfach kurz nach dem Markteintritt revidiert und angepasst werden muss. Der Grund liegt nicht etwa in einer Fehlüberlegung des Business Plans, sondern in der Tatsache, dass der Kunde aktiv Einfluss nimmt auf was und wie er eine Dienstleistung nutzen will. Das hat auch Sharely erfahren und deshalb seine Lösung rasch und kontinuierlich diesen Erwartungen angepasst.

IMG_1869Reto Dürrenberger, Geschäftsführer und Mitbegründer von Rent-a-Rentner, schloss die Präsentationsrunde ab. In eindrücklichen Bildern erläuterte er wie die Idee der “alten Säcke”, welche weiterhin aktiv im Leben stehen möchten, in ein Angebot umgesetzt wurde, welches in der Schweiz einigen Staub aufgewirbelt hat und erfolgreich unterwegs ist. «Be different or die!». «Mach nur das, was anders ist als es andere bereits tun.» «Gründe nicht auch eine Sharing Plattform für Autos, wenn Du nicht a) besser, b) günstiger, c) digitaler oder d) innovativer bist.» Diese Aussagen illustrieren eindrücklich die Markteintrittsüberlegungen, welche sich Rent-a-Rentner gemacht hat.

Die Präsentationsunterlagen haben wir auf Slideshare publiziert.

Anschliessend stellten sich das Panel den interessierten Fragen der Teilnehmenden.

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An dieser Stelle möchten wir uns bei allen für die Treue und die aktive Teilnahme an unseren Veranstaltungen bedanken. Wir wünschen allen ein gutes Jahresende und freuen uns, euch im neuen Jahr wieder zu treffen.