«Schweizer Parlament will Netzsperren…»

Sicherheit im Internet

Dies ist die Überschrift eines interessanten Beitrag der Digitalen Gesellschaft vom 2.3.2017. Am selben Tag erschien in 20min unter dem Titel «Treffen Online-Sperren jetzt weitere Branchen?» ein weiterer Beitrag zum Thema #Netzsperren.

Selbstverständlich kennen wir alle die Beispiele des illegalen Streamen von Filmen (Pornos oder TV-Serien). Selbstverständlich wissen wir um den Konkurrenzkampf im Tourismus und die steigende Vormacht der Buchungsplattformen.

Wir wissen auch über die Gefahren und Herausforderungen der digitalen Medien, sind wir doch täglich mit einem twitternden POTUS konfrontiert, welcher uns seine tägliche Gemütsverfassung kundtun will oder der Propagandamaschine irgendwelcher politischen Strömungen.

Wir leben jedoch in Zeiten der #digitalenTransformation, was ich gerne mit der «Aufklärung» vergleichen möchte und nicht im Mittelalter, wo Wissen nur einer kleinen Schicht – dem Klerus – zugänglich war. Mit dem heutigen Internet und der laufenden digitalen Transformation verhält es sich analog wie zu Zeiten der Aufklärung. Der Zugang zu Wissen und Informationen ist offen für alle. Ein riesiger Innovationsschub rollt auf uns zu, wie nach der Aufklärung in Europa.

Und ausgerechnet in einer solchen Zeit, stellt sich ein Schweizer Parlament vor, den Zugang und die Nutzung zu regulieren durch Sperren und Verbote?

Das geht doch wohl noch etwas besser, liebe Politiker.

Es wäre eher angebracht dafür zu sorgen, dass eCommerce-Angebote Europäischer Anbieter in der Schweiz nicht mit einem 30-50% Preis-Aufschlag ihre Produkte anbieten können. Es wäre eher angebracht dafür zu sorgen, dass die Unternehmer mit Rahmenbedingungen arbeiten können, welche sie weiterhin wettbewerbsfähig halten und sie damit der digitalen Transformation trotzen können.

Also ein kleiner Appell an unsere Volksvertreter in Bern:

«Volksverteter» heisst «das Volk vertreten» und nicht nur wirtschaftlichen Lobbyismus. Netzsperren und digitale Transformation sind nicht kompatibel: weder konzeptionell noch in der Umsetzung. Diskutiert mit uns und anderen relevanten Stakeholder darüber, wie aus der digitalen Transformation eine «Mission possible» wird, ohne Netzsperren.

Wir freuen uns auf diese Gespräche.

Sharecon organisiert sich neu – Outlook 2017

Business Plan Budget Target Tactics Ideas ConceptIn den letzten drei Jahren hat sich die Sharing Economy weiter etabliert und ist auch beim Publikum bekannter als vorher. Sharing Economy wird verstärkter als ein mögliches Geschäftsmodell der digitalen Transformation verstanden. Auch auf politischer Ebene ist das Thema in der Schweiz endlich angekommen und wird intensiv diskutiert.

Als am 28.10.2013 Stella Schieffer, Andreas Amstutz und René Lisi den Verein Sharecon gründeten, wurde in den Vereinsstatuten folgender Zweck festgehalten:

«Der Verein bezweckt:

  1. die Shareconomy in der Schweiz bekannter machen und ihr ein Gesicht geben;
  2. den bereits bestehenden Schweizer Shareconomy-Lösungen Visibilität zu verschaffen und damit einen Beitrag zur Verhaltensänderung zu leisten;
  3. eine Plattform zu schaffen, wo sich die unterschiedlichsten Gruppierungen austauschen können mit dem Zweck der Förderung von Innovation, Synergien usw. Zu den Gruppierungen gehören u.a.: Politik, Wirtschaft, Shareconomy-Startups, Kunden und Interessierte am Thema.
  4. Events und Veranstaltungen zum Thema „Shareconomy“ aufzusetzen, unter Berücksichtigung von internationalen und europäischen Partnerschaften (z.B. OuiShare, TEDx usw.).

Sharecon ist ein gemeinnütziger und politisch neutraler Verein.»

Einige der gesteckten Ziele wurden in den letzten drei Jahren erreicht, beispielsweise hat Sharecon jährlich eine Veranstaltung zum Thema «Sharing Economy» realisiert und damit eine Plattform geschaffen. Zudem konnte der Verein den Kontakt zu Universitäten und Start-ups ausbauen, mit dem Ziel die Sharing Economy Belange in Studien zu repräsentieren und Unterstützung anzubieten.

Im Dezember 2016 haben Eva Lüthi (Präsidentin) und Andreas Amstutz, aufgrund von beruflichen Veränderungen, ihre Funktionen niedergelegt. Wir möchten ihnen an dieser Stelle für die langjährige und unermüdliche Arbeit herzlich danken und wünschen beiden alles Gute, sowie viel Rückenwind, bei allen zukünftigen Taten.

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Opportunity to learn about Sharing in Mobility

Want to learn all about the latest trends the sharing economy in mobility? Then the 4th World Collaborative Mobility Congress “wocomoco”, Sept 7/8 in Warsaw is perfect for you.

“We are witnessing a new era in mobility today. The World Collaborative Mobility Congress is addressing this trend and bringing together new and established players in the transport sector with the aim of advancing a new mobility regime – one where people share cars, journeys and infrastructure”, says Dr. Jörg Beckmann, Director of the mobility academy.

This year wocomoco will be hosted by the City of Warsaw and supported by the FIA, Mobility Systems + Services and INVERS.
Learn more and register now at:
http://www.wocomoco.org/en/kongress/Kongress-2016/index.php

 

 

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Wissenswert – Warum Wissen die Währung der Zukunft ist

Ein paar Worte zum Einstieg

University students working together on project

Wissens- und Innovationsvorsprünge sind schon heute entscheidende Wettbewerbsvorteile, die im Rahmen der laufenden #digitalenTransformation noch weiter an Bedeutung gewinnen werden. Um diese Vorteile optimal nutzen zu können, wäre ein systematisches Wissensmanagement unerlässlich. Systematisches Wissensmanagement ist mehrheitlich, bedingt durch knappe zeitliche und finanzielle Ressourcen, eher die Ausnahme.

Wir haben heute das Glück, einen Gastbeitrag von Dr. Markus Nini, Gründer und CEO von ckju.net (Kollaborationsplattform für Team Consulting und Learning)publizieren zu können, welcher eine Antwort liefert auf die Frage «Ist Wissen die Währung der Zukunft?». Er erklärt ebenso, welchen Mehrwert Organisationen und Unternehmen aus einem Wissensaustausch erreichen können und welche Möglichkeiten es gibt. Continue reading

Mietportal rentscout im Interview

rentscout

Was ist rentscout?

Wir möchten mit dem neuen Mietportal rentscout den Schweizer Miet- und Vermietermarkt  revolutionieren. Unser Portal konzentriert sich auf Mietgegenstände, welche im Anschaffungspreis teuer sind und nur sporadisch zum Einsatz kommen. Dabei können Privatpersonen und Unternehmen als Vermieter inserieren. Mit Hilfe von rentscout sollen Mieter und Vermieter einander finden. Folglich ist das Portal für die Mieter vollumfänglich kostenlos. Diese können die verschiedenen Mietangebote übersichtlich vergleichen und bei Interesse den Vermieter mittels Kontaktformular oder Telefon direkt kontaktieren. Die Vermieter zahlen für den Inserierungsplatz ein kleines Entgelt. In Form von individuellen Packages kann ein massgeschneidertes Inserierungsmodell bezogen werden. Da es sich um ein bezahltes Portal handelt, werden sogenannte „Datenleichen“ vermieden und nur aktuelle Angebote inseriert. Die Investitionen reinvestieren wir komplett in relevante Marketingaktivitäten, damit unser Bekanntheitsgrad kontinuierlich steigt.

Wer hatte die Idee und wie ist sie entstanden?

Die Idee, ein Online-Portal für Vermietobjekte zu gründen entstand aus Eigenbedarf der Gründer von rentscout. Reto Oschwald wollte mit einem Wohnmobil in die Sommerferien fahren, Nico Egloff stand vor einem Umzug und Blerim Nrecaj musste die Hochzeit eines Kollegen organisieren. “Wo können wir alles an einem Ort mieten?” war die zentrale Frage die wir uns stellten. So war die Idee geboren ein für die massgeschneidertes Miet- und Vermietportal zu gründen. Wir richteten den Fokus darauf eine funktionelle Plattform aufzubauen, welche dem Benutzer einen echten Mehrwert bieten soll.

“Wo können wir alles an einem Ort mieten?” war die zentrale Frage die wir uns stellten.

Was sind bisher die grössten Herausforderungen für Euch?

Unserem Motto getreu haben wir das Augenmerk auf die Benutzeroberfläche und Funktionalität gelegt. Unser Ziel bestand darin, ein für jede Altersgruppen gerechtes Mietportal zu schaffen. Leichter gesagt als gemacht, haben wir auch nach kurzer Zeit feststellen müssen. Wir haben den Ansatz „Lerne von Mieter und Vermieter“ verfolgt. Hierzu haben wir einerseits Unternehmen im Bereich Vermietungen persönlich interviewt und so die wichtigsten Merkmale je Branche ausfindig gemacht. Zum anderen haben wir in einer repräsentativen Umfrage mittels Fragebogen die potenziellen Mieter gefragt, welche Merkmale Ihnen bei einem Mietprotal wichtig sind. Gerade bei den Unternehmen muss man um die 30 sein, um überzeugend wahrgenommen zu werden. Zum Glück haben wir ein super funktionierendes und eingespieltes Team. Trotz aller Hürden haben wir stets mit viel Herzblut an unsere Idee geglaubt und letztlich auch erfolgreich umgesetzt.

Wo seht ihr Rentscout in 5 Jahren?

Wir möchten, dass in 5 Jahren die Make rentscout mit Mieten und Vermieten assoziiert wird. Dabei wollen wir das Scouten als einen bekannten Begriff im Miet- und Vermietermarkt verankern. Unser Ziel ist es, dass man jemanden auf der Strasse fragen kann, wo man etwas mietet, und jeder «rentscout» sagt. Wir wollen dem Schweizer Markt eine Anlaufstelle bieten, wo es um die Vermietung von Gegenständen geht. Durch die Mehrfachnutzung der Gegenstände möchten wir letztlich auch dem wichtigsten Aspekt „Ökologie“ gerecht werden und somit unseren Beitrag dazu leisten Gutes zu tun!

Was wünscht ihr Euch für die Schweizer Sharing Economy?

Ein weiterer Grund, welcher uns dazu bewegt hat, ein Online-Portal für Vermietobjekte zu entwickeln, ist der soziale und ökologische Aspekt. In der heutigen Zeit lebt die Industrie von der Schnelllebigkeit ihrer Produkte. Den Preis hingegen bezahlt in den meisten Fällen die Umwelt. Bei einer Mehrfachnutzung von Produkten können Umweltressourcen gespart werden. Zusätzlich entsteht eine Win-Win Situation für den Mieter und Vermieter. Wir möchten mit unserer Plattform einen Betrag leisten, um diesem wesentlichen Problem der Verschwendung entgegenzuwirken. Wenn unser Gedankengut, unter anderem auch mit Hilfe von rentscout, den Menschen bewusst gemacht wird, findet dann hoffentlich ein Umdenken statt.

Mehr Informationen unter: https://www.rentscout.ch

Interview mit Babywave.ch: Mietplattform für Kinderkleider und mehr

babywave
Marc Rauch und Tom Vogel – Gründer von babywave.ch

Wir danken Marc von Babywave.ch für das Interview.

Was genau ist babywave.ch?
Babywave.ch ist eine Internetplattform, auf der wir Kinderkleider vermieten. Zusätzlich haben wir auch „Hardware“ wie Kindersitze oder -rucksäcke im Angebot. Dank unserer Seite können Kinderkleider einfach und schnell ausgesucht und nach Hause bestellt werden. Wenn die Kinder wachsen oder die Kleider nicht mehr gebraucht werden, sind die Kleider genauso unkompliziert wieder zurück geschickt. So müssen die vielen Kleider nicht teuer gekauft und zuhause gestapelt werden. Und das Beste: junge Eltern haben mehr Zeit für sich, als Paar oder für die Kinder.
Wieso habt ihr euch für Vermieten und gegen Verkaufen entschieden?
Hinter Baby Wave steht die Idee der Nachhaltigkeit. Kinderkleider werden meist nur für kurze Zeit genutzt. Baby Wave ermöglicht es, Kleider – oder Hardware – genau so lange zu mieten, wie sie gebraucht werden.
Baby Wave ermöglicht es, Kleider – oder Hardware – genau so lange zu mieten, wie sie gebraucht werden.
Welches sind die grössten Learnings auf eurem bisherigen Weg?
Auch wenn wir sehr professionell an die Umsetzung unserer Idee gingen, haftet ihr aus der Sicht von Investoren etwas Idealistisches an. Deshalb setzen wir vor allem auf Kooperationen und Crowdfunding. Auf 100-days.net/baby-wave läuft gerade eine Fundraising-Kampagne, damit wir unser Sortiment erweitern können.
Was erhofft ihr euch von einer Mitgliedschaft bei Sharecon?
Kooperationen sind für uns wichtig, um einerseits den Markt erweitern zu können und gleichzeitig die Kundenakquisitionskosten zu senken. Dabei muss immer eine Win-Win-Situation entstehen. Bei Sharecon treffen wir hoffentlich auf spannende mögliche Kooperationspartner. Ausserdem glauben wir an die Zukunft der Sharing Economy. Schliesslich gehen renommierte Firmen und Forscher von einem Megatrend aus.