Lifefair Forum: „Sharing Economy“, 13. Juni 2016 in Zürich

Lifefair2016

DIE nachhaltige Alternative – oder doch nicht?

Unter diesem Titel fand am 13. Juni im Forum St. Peter in Zürich ein gut besuchter Anlass statt, organisiert von Lifefair und moderiert durch Jürg Wildberger. 

Die gemeinsame Nutzung von Gütern und Dienstleistungen hat in der Schweiz in der Form des Genossenschaftswesens eine lange Tradition. Unter dem Namen #SharingEconomy wird sie seit einigen Jahren wieder vermehrt zum Gesprächsthema. Aufgrund der heute verfügbaren technologischen Hilfsmittel und der laufenden #digitalenTransformation (Evolution), eines stattfindenden Wertewandels und eines immer stärker werdenden, neuen Kundentypus (#socialcustomer), kann #SharingEconomy durchaus aus lukratives, globales Geschäftsmodell betrachtet werden.

Nach den beiden Keynotes von Frank Boller, VRP Mobility und Rasoul Jalali, General Manager Uber, diskutieren unter der Leitung von Jürg Wildberger: Frank Boller (Mobility), Rasoul Jalali (UBER), Natalie Imboden (Gewerkschaftssekretärin Unia), Bruno Sauter (Amtschef, Amt für Wirtschaft und Arbeit Kt. Zürich) und Roger Wüthrich-Hasenböhler (Leiter Digital Business Swisscom).

Hier die wichtigsten Take-Aways

Die neuen Technologien, welche Nutzer und Anbieter effizient zusammenführen können, sind wesentliche Treiber der Sharing Economy. Als technologisch führendes Land sind wir prädestiniert solche Plattformen zu entwickeln und zu betreiben.

Quote: Frank Boller, Mobility

Videobeitrag, Frank Boller

Es gibt es zwei Möglichkeiten mit dem Thema Sharing Economy umzugehen: Entweder man verschließt sich und riskiert, nicht dabei zu sein, wenn es weltweit Fahrt aufnimmt. Oder man schafft Rahmenbedingungen, die innovativen Diensten wie Uber auch in der Schweiz Rechtssicherheit bieten. Das ist zum einen wichtig, damit die Konsumenten in der Schweiz weiterhin von günstigeren Preisen und mehr Service profitieren können. Zum anderen ist es aber auch dringende Voraussetzung, damit derartige Dienste in Zukunft auch in der Schweiz entwickelt werden können.

Quote: Rasoul Jalali, Uber

Videobeitrag, Rasoul Jalali

Die Sharing Economy bietet Chancen, komplizierte Prozesse zu vereinfachen. Man muss aber die Arbeitsbedingungen der Sharing Economy sehr genau beobachten und diese gestalten. Es braucht existenzsichernde Löhne und soziale Absicherung. Gesellschaft und Politik müssen die Rahmenbedingungen vorgeben, innerhalb derer die Sharing Economy sich entwickeln kann. Neben der sozialen muss man auch die ökologische Nachhaltigkeit beachten.

Quote: Natalie Imboden, Unia

Videobeitrag, Natalie Imboden

Viele der Schweizer Jungunternehmen gehören zu den weltweit innovativsten und deshalb hat die Schweizer Wirtschaft das Potenzial, neue Marktmodelle des Teilens und Verleihens zu erschaffen. Dazu müssen allerdings die Wirtschaft den Aufbau der Sharing Economy aktiv mitgestalten und die Politik die Umgestaltung des gesetzlichen Rahmens in Angriff nehmen.

Quote: Bruno Sauter, Amt für Wirtschaft und Arbeit, Zürich

Videobeitrag, Bruno Sauter

Ich bin der festen Meinung, dass die Sharing Economy als Business-Modell allen Unternehmen ein grosses Potenzial bietet, das eigene Geschäftsmodell weiterzubringen.

Quote: Roger Wüthrich-Hasenböhler, Swisscom

Videobeitrag, Roger Wüthrich

Podium_LifeFair2016In der Podiumsdiskussion wurden folgende Aspekte beleuchtet:

1) Die elektronischen Marktplätze der Sharing Economy basieren auf erfolgs- und gewinnorientierten Geschäftsmodellen. Ökonomische Anreize für alle Teilnehmer, nicht nur für den Service-Provider, sind Treiber des Erfolgs. Das Streben nach Gewinn steht nicht im Widerstreit mit Ökologie und Nachhaltigkeit. Erst ökonomische Anreize für alle Teilnehmer ermöglichen die Skalierbarkeit der gemeinsamen Nutzung von Ressourcen.

2) Ökologische Ziele mit Sharing Economy werden aber nur erreicht, wenn weniger Ressourcen verbraucht werden. Konsens besteht darüber, dass es nachhaltige Geschäftsmodelle gibt und ökologische Implikationen individuell zu beurteilen sind.

3) Weil die elektronischen Marktplätze allen Teilnehmern wirtschaftliche Anreize bieten, verändert sich der Arbeitsmarkt (u.a. Selbständigkeit). Das wird als Chance begriffen, kann aber auch zu Unsicherheiten und sozialem Abstieg führen. Einigkeit besteht darüber, dass es Veränderungsprozesse gibt und diese durch die Gesetzgebung zu gestalten sind.

4) Digitale Plattformen der Sharing Economy basieren oft auf einem globalen Konzept. Das hat Auswirkungen auch auf die Autonomie der politischen Schweiz. Diese soll proaktiv Rahmenbedingungen definieren, u.a. bezüglich neuen Arbeitsformen, schädlichen Monopolstellungen und Versicherungsfragen.

5) Die Schweiz ist bei elektronischen Marktplätzen nicht an vorderster Front dabei, obgleich die Genossenschaft ein urschweizerisches Modell ist. Das Podium findet mentale (wenig ausgeprägte Kultur des unternehmerischen Scheiterns) und strukturelle Gründe, u.a. weil in der Schweiz im Gegensatz zu den USA geparkte Vorsorgegelder jungen Unternehmen nicht als Entwicklungskapital zur Verfügung stehen.

Hier noch Zugang zu weiteren Videobeiträgen aus dem Event.

 

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Sharing Economy goes Corporate

ShareconEventZurich

Sharing Economy goes Corporate

Unter diesem Motto organisierte #ShareconSchweiz am 19.4.2016 in Zürich einen Anlass, an welchem mehr als 50 Personen teilnahmen. An dieser Stelle möchten wir uns bei Swisscom für die erneute Gastfreundschaft bedanken. «Pirates Hub», eine vielversprechende Bezeichnung für eine der Innovations-Units der Swisscom. An diesem inspirierenden Ort empfing Sharecon seine Gäste. Drei Referenten waren eingeladen, um zum Thema «Sharing Economy und Firmen» zu sprechen.

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Web Summit 2015 – Eindrücke eines Erstbesuchs

IMG_1200November 2015, Dublin, herrliches Herbstwetter mit Sonnenschein und (fast) kein Regen. Etwas unüblich für Irland, aber es passte perfekt zu einem Besuch der 3 tägigen Veranstaltung mit mehr als 40’000 Teilnehmern aus über 130 Ländern.

Für den Verfasser dieses Blogbeitrags war es der erste Besuch und dementsprechend hoch waren die Erwartungen.

Warum geht man eigentlich an den WebSummit?

  • Als StartUp ist es eine gute Gelegenheit Investoren zu treffen und sich mit anderen zu vergleichen;
  • Als Investor trifft man auf interessante StartUps und Geschäftsideen;
  • Als Besucher hat man (fast) unerschöpfliche Möglichkeiten networking zu betreiben, sich inspirieren zu lassen und vor allem an eindrücklichen Gesprächen teilzunehmen (ähnlich zu den TEDx talks).

Wirklich beeindruckend war die organisatorische Leistung des Veranstalters. Sehr gut organisiert von der Ticketreservation, über die Informationen im Blog, bis hin zu den täglichen Berichterstattungen und den Networking Möglichkeiten via WebSummit-App. Alles in allem eine für mich perfekte Kundenerfahrung.

Der WebSummit 2015 in Zahlen

Die Entwicklung des Web Summit ist eine eindrückliche Erfolgsstory. Hier einige Zahlen (Quelle: Wikipedia) dazu:

2010/2011: 500 Teilnehmer, hauptsächliche lokale Redner aus Ireland

2012: 4’200 Teilnehmer, 60% aus Europa

2013: 10’000 Teilnehmer

2014: 22’000

2015: 42’000 Teilnehmer aus 134 Ländern, 1’000 Speaker, 1’000 Investoren, 1’200 Medienvertreter und 2’100 Startups.

Diese Entwicklung zeigt deutlich auf, dass der Web Summit in Dublin allem Anschein nach an gewisse Grenzen gestoßen ist. Dies wird zumindest vom Organisator als Grund angegeben um den Wegzug nach Portugal (Lissabon) zu erklären.

Kurzzusammenfassung der wichtigsten Web Summit Events

Die folgenden Links sind lesenswert und vermitteln einen Eindruck über die 3 Tage (Blogbeiträge des Organisators).

Start-Up Pitch – Die besten Ideen sind die Kürzesten – Pitching in 30 Sekunden

5 weltberühmte Autoren erzählen

Marketing Summit Highlights

https://blog.websummit.net/what-a-week-heres-our-15-web-summit-highlights/

Web Summit Workshop Highlights

https://blog.websummit.net/42000-attendees-from-134-countries-are-making-their-way-to-web-summit/

2’160 Meetings oder die Web Summit Office Hours

Der Web Summit – Social Perspective

Einige persönliche Highlights

Ich habe an einigen Start-up pitches teilgenommen. Diese an dieser Stelle widerzugeben ist nur schwer möglich. Beindruckt haben mich die folgenden Aspekte:

  • Die große Energie und Passion mit welcher die selektierten Start-up ihre Lösungen präsentiert haben um die Investoren zu beeindrucken;
  • Die Professionalität der Experten aus dem Investorenkreis;
  • Der Umstand, dass auch die Zuhörer der Pitches ihre Meinung abgeben konnten und somit zumindest indirekt das Resultat mitgestalten konnten.

Die Präsentation des Majority World Reports. Thematisiert wurde die gegenwärtige Situation und Weiterentwicklung im Bereich «Digitalisierung». Interessant war vor allem die Aussage, dass wir (die westliche Welt) heute immer noch glauben eine globale Perspektive zu haben „…smart people believe that mobile is the future…“. Aber wir scheinen zu ignorieren, dass es bereits Länder gibt, welche in dieser Zukunft bereits angelangt sind „…but in the Majority World, Mobile is already the present…“. Die nachfolgende Selektion von Slides (Quelle: my own Smartphone pictures) gibt einen interessanten Einblick in diese Realität.

Warum ich auch 2016 wieder an den Web Summit gehen werden

  • Es ist der (fast) perfekte Ort sich ein Bild zu machen wie die digitale Transformation voranschreitet;
  • Der Austausch mit anderen Teilnehmern, Start-ups und Investoren ist (fast) grenzenlos. Bedingung: persönliche Vorbereitung und vorgängige Reservation von Gesprächsterminen;
  • Man hat als Besucher etwas das Gefühl, Teil von etwas Grossem zu sein.

Hier noch einige mit dem Smartphone gesammelte Eindrücke:

 

24.11.2015 #Go2Market Event Sharecon Schweiz

Go to Market

Am 24.11.2015 fand der letzte Sharecon Event des Jahres 2015 in Zürich statt. Der Event war ganz dem Thema #Go2Market Strategien und Best Practices gewidmet. Der Anlass fand in den Lokalitäten von #BlueLionIncubator Zürich statt. Wir bedanken uns an dieser Stelle nochmals recht herzlich für die Gastfreundschaft.

«Liefern statt Lafern…»
«kämpfen, kämpfen, kämpfen…»
«stell dich deinen Herausforderungen…»
«eine treue Community ist Gold wert…»
«done is better than perfect…»
«Fokus auf Kernkompetenzen…»
«strategische Flexibilität…»

Diese Statements sind eine kurze Zusammenfassung der Kurzpräsentationen und der anschliessenden Diskussion. Aber nun der Reihe nach.

IMG_1847IMG_1846Eröffnet wurde der Anlass von Eva Lüthi, welche neu als Präsidentin des Vereins tätig ist, mit einem Blumenstrauss für Stella Schieffer, welche das Amt abgibt, jedoch weiterhin im Vorstand verbleibt.

 

IMG_1850Gert Christen, CEO von Blue Lion Incubator begrüsste die Teilnehmer und beschrieb in eindrücklichen Worten seine Erfahrungen mit den Start-Ups und vor allem die kulturellen Unterschiede zwischen Schweiz und z.B. USA.

 

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Dennis Teichmann, CEO von Jacando führte die Teilnehmer durch die bewegte, jedoch nicht minder erfolgreiche Geschichte des Unternehmens. «Für jacando war entscheidend sich auf die Kernkompetenz zu konzentrieren und flexibel zu positionieren», war eine seiner Kernaussagen und illustriert eindrücklich, dass auch ein #SharingEconomy Unternehmen sich intensiv mit dem Revenue-Stream auseinandersetzen muss. jacando entwickelte sich von einem „Task sharing“ Unternehmen zu einem innovativen SaaS Anbieter mit Community Know-How.

IMG_1857Silena Medici, Leiterin von Catch A Car erläuterte die #Go2Market Strategie des Unternehmens, welches gegenwärtig in der Stadt Basel eine breit angelegte Pilotphase durchführt. «ein Produkt welches nur digital zugänglich ist – #CarSharing – braucht eine durchdachte und spezifische Strategie». «Es ist eine Herausforderung, für ein erklärungsbedürftiges Produkt, Content Marketing zu betreiben.» Aus diesem Grunde werden auch verschiedene Tools je nach Botschaft eingesetzt: Video, Text, Bilder etc.

IMG_1864Andreas Amstutz, CEO von Sharely gab in seiner Kurzpräsentation Einblick in die Erfahrungen, welche dieses Unternehmen mit seinem Markteintritt gemacht hat und was daraus gelernt wurde. «No business plan survives first contact with customers! (Zitat: Steve Blank)». Mit diesem Satz illustrierte er eindrücklich, dass die Initialidee vielfach kurz nach dem Markteintritt revidiert und angepasst werden muss. Der Grund liegt nicht etwa in einer Fehlüberlegung des Business Plans, sondern in der Tatsache, dass der Kunde aktiv Einfluss nimmt auf was und wie er eine Dienstleistung nutzen will. Das hat auch Sharely erfahren und deshalb seine Lösung rasch und kontinuierlich diesen Erwartungen angepasst.

IMG_1869Reto Dürrenberger, Geschäftsführer und Mitbegründer von Rent-a-Rentner, schloss die Präsentationsrunde ab. In eindrücklichen Bildern erläuterte er wie die Idee der “alten Säcke”, welche weiterhin aktiv im Leben stehen möchten, in ein Angebot umgesetzt wurde, welches in der Schweiz einigen Staub aufgewirbelt hat und erfolgreich unterwegs ist. «Be different or die!». «Mach nur das, was anders ist als es andere bereits tun.» «Gründe nicht auch eine Sharing Plattform für Autos, wenn Du nicht a) besser, b) günstiger, c) digitaler oder d) innovativer bist.» Diese Aussagen illustrieren eindrücklich die Markteintrittsüberlegungen, welche sich Rent-a-Rentner gemacht hat.

Die Präsentationsunterlagen haben wir auf Slideshare publiziert.

Anschliessend stellten sich das Panel den interessierten Fragen der Teilnehmenden.

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An dieser Stelle möchten wir uns bei allen für die Treue und die aktive Teilnahme an unseren Veranstaltungen bedanken. Wir wünschen allen ein gutes Jahresende und freuen uns, euch im neuen Jahr wieder zu treffen.

 

 

Sharing Economy Night 2015 in Basel

Sharing, Social Collaboration, Crowdsourcing: Zukunft oder Hype?

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Die Welt ist im Umbruch: Tauschen und Teilen hält Einzug in alle Lebens- und Arbeitsbereiche. Know how und Skills genauso wie Haushaltsgeräte, Projekttasks, Geschäftsideen oder Appartments. Wir tauschen und teilen – und generieren Mehrwert für alle Beteiligten. Diese globale Entwicklung macht auch vor der Region Basel nicht halt. Was bedeutet das für jeden von uns?

skillharbour.com und omanet.org  (Sharecon Mitglieder), organisieren diesen interessanten Event.

Datum: 29. Oktober 2015
Zeit: ab 17:00 Uhr – 19.00 Uhr
Ort: Halle 8, Gundeldingerfeld, Dornacherstrasse 192, Basel

Programm 

Tickets können hier bestellt werden: Ticketbestellung (Sharecon Mitglieder erhalten das Ticket für CHF 10.00 anstatt CHF 25.00).

Wir werden an dieser Stelle über diesen Anlass berichten.

Shareconomy Schweiz – Zwischen Wachstum und Regulierungsdruck

SharingEconomyStudieSchweiz_DeloitteSchauplatz: Dienstag 1.9.2015, 10:15 Uhr an der Zollstrasse in Zürich. SBB und Deloitte haben im Anschluss an die kürzlich publizierte Deloitte Studie «Sharing Economy Schweiz» einen Anlass organisiert um einige der Hauptakteure zu Wort kommen zu lassen.

 

«egal ob Wohnung, Auto oder Geld: Immer mehr Menschen wollen teilen statt besitzen. Gemäss einer repräsentativen Umfrage von Deloitte in der Schweiz, werden mehr als die Hälfte der Schweizer Konsumenten in den nächsten 12 Monaten Güter oder Dienstleistungen über Onlineplattformen mieten oder vermieten. Ihre Beliebtheit verdankt diese sogenannte Sharing Economy nicht zuletzt dem Erfolg der Beiden Aushängeschilder 9flats und Uber.

Gleichzeitig kommen dadurch „klassische Unternehmen“ wie etwa die Hotel- oder Taxibranche stark unter Druck. Sie fühlen sich benachteiligt und fordern eine stärkere Regulierung der in der Sharing Economy tätigen Unternehmen.»

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