«TEILEN WIR MIT BLOCKCHAIN BESSER?»

«TEILEN WIR MIT BLOCKCHAIN BESSER?»

Unter diesem Titel fand am 17. Oktober 2018 in Zürich ein Anlass statt, welcher Sharecon Schweiz in enger Zusammenarbeit mit dem Blockchain Center der Uni Zürich und Trust Square organisiert hatte.

Die Organisatoren hatten sich zum Ziel gesetzt, Interessierten die Blockchain-Technologie  näher zu bringen, indem der Fokus auf konkrete, heute existierende Praxisbeispiele gesetzt wurde. Das Konzept ist allem Anschein nach auf die gewünschte Resonanz gestossen, haben sich doch mehr als 65 Personen angemeldet. Abzüglich der üblichen 20% von «no-shows» (Erfahrungswert für gleichartige Events), waren es doch ca. 50 Personen welche effektiv teilgenommen haben.

Wir konnten drei interessante Referate miterleben, welche jeweils die #Blockchain aus unterschiedlichen, sich jedoch ergänzenden, Perspektiven vorstellten.

Den Einstieg machte CEO Stefan Nägeli von Swisspeers, welcher nicht nur Blockchain anhand einer interessanten «Apfel-Analogie» erläuterte, sondern einen interessanten Blick hinter die Kulissen der Crowdlending-Plattform Swisspeers ermöglichte.

Hier die «Apfel-Geschichte» in Kürze:
„…ich sitze auf einer Parkbank mit meinem Apfel. Diesen gebe ich dir. Nun hast du einen Apfel und ich habe keinen mehr. Es braucht keinen Rechtsanwalt um zu entscheiden, wer nun den Apfel hat.
Nun stell dir diese Geschichte in der digitalen Welt vor: Ich gebe dir einen digitalen Apfel. Habe ich den Apfel immer noch? Habe ich denselben Apfel eventuell bereits einem Freund gesandt?…

Was zeigt uns diese Geschichte? Der digitale Austausch von Gütern ist eine Herausforderung und komplexer im Vergleich zum physischen Austausch von Gütern. Und genau hier bringt die #Blockchhain eine Lösung, nämlich die Lösung für das «double spending problem»:

  • Die «Apfelbuchhaltung» ist klar geregelt. Sie wird nicht mehr von einer Drittpartei getätigt, sondern alle Beteiligten (Peer-to-Peer) haben eine Kopie davon.
  • Vertrauen ist grösser, da Betrug sehr schwer zu realisieren ist.

Stefan Nägeli zeigte den Anwesenden auf überzeugende und inspirierende Art, wie er die Blockchain für die Kreditvermittlung nutzt. Swisspeers verbucht Transaktionen auf der Ethereum-Blockchain. Dafür wurde eigens ein «Smart Contract» entwickelt.

Das Angebot bedeutet gewissermassen auch den Einstieg in das Transaktionsgeschäft mit Kryptowährungen. Denn der «Smart Contract» von Swisspeers sieht vor, dass ein Token nominal einen Anteil an der geschuldeten Darlehenssumme abbildet. Swisspeers bucht den Kreditgebern jeweils eine entsprechende Anzahl Tokens in deren persönliches Ethereum-Wallet ein.

Die effektiven Zahlungen werden weiterhin in Franken und nicht in Kryptowährungen durchgeführt. Swisspeers verspricht sich mit der Einführung der Blockchain schnellere Transaktionszeiten, höhere Sicherheit und für Investoren auch eine einfachere Handhabung ihrer Assets.

Prof. Dr. Gerhard Schwabe, Leiter des Blockchain Centers der Uni Zürich, zeigte anhand eines gegenwärtig laufenden Projektes, eine praktische Anwendung der Blockchain aus dem Bereich des Automobilmarktes und den damit verbundenen Partnern aus Versicherunng, Car-Sharing usw.. Das Projekt #Cardossier. Diesem Projekt liegt u.a. folgendes Mengengerüst zugrunde: 350’000 neue Fahrzeugzulassungen pro Jahr, 4,5 Mio. zugelassene Fahrzeuge, 900’000 jährliche Handänderungen pro Jahr und eine durchschnittliche Lebensdauer von 7-10 pro Fahrzeug.

Die Blockchain kommt hier zum Einsatz, indem ein ganzes Ökosystem (Autoimport – Versicherung – Strassenverkehrsamt – Garage – Car Sharing – Autobesitzer usw.) ein digitales Dossier mit allen relevanten Informationen über den gesamten Lebenszyklus eines Fahrzeugs nachvollziehbar und sicher miteinander teilt. Mitfinanziert wird das Projekt durch die eidgenössische Kommission für Technologie und Innovation (KTI). Eine detailliertere Beschreibung findest du hier.

Prof. Gerhard Schwabe unterstrich insbesondere folgende Nutzenpotenziale einer derartigen Anwendung der Blockchain:

  • erhöhte Customer Centricity: Der Kunde ist vollumfänglich integriert.
  • Produktweiterentwicklung zusammen mit der Community
  • Operational Excellence: Massive Einsparungen auf der Prozessebene durch Abbau von Redundanzen und Doppelspurigkeiten

Flurin Hess, Co-Founder von Dezentrum und Trust Square, ging in seinem Referat auf die Frage ein «Teilen wir mit Blockchain besser?». Besonders interessant für die Anwesenden war der angebotene Perspektivenwechsel auf die heutige Sharing Economy. Er illustrierte die Veränderungen, welche Ansätze wie «digital commons» auf die Sharing Economy haben könnte. Die Blockchain ermöglicht eine massive Dezentralisierung der Wertschöpfungskette und der Bewirtschaftung von Assets. Teilen wir also in Zukunft immer noch auf die heutige bekannte Peer-to-Peer Weise? Was passiert, wenn in Zukunft Technologie als autonome Entität mit der Gesellschaft interagiert? Wie weit wird die «Disintermediation» das Access Economy Businessmodell beeinflussen? Er illustrierte diese Fragen auf eindrückliche Weise am Beispiel eines laufenden Projektes bei Dezentrum, in welchem ein Satellit, eine autonome Entität, die die Schweiz und Europa bereist, selbstständig über die Blockchain Gelder sammelt und Personen für den Transport einstellt.

Der Abschluss der Veranstaltung bildete eine Podiumsdiskussion. Anstatt auf vorbereitete Fragen zu antworten, entschied sich der Moderator für die Variante «Fragen aus dem Publikum an die Referenten». Die Anwesenden nutzten diese Möglichkeiten optimal und ermöglichten somit einen krönenden Abschluss dieser Veranstaltung.

Besonders erwähnenswert ist die Frage eines Teilnehmers «Wenn ich die Website von Swisspeers besuche, sehe ich nichts von Blockchain und ich bin sehr positiv überrascht heute Abend».

Stefan Nägeli antwortete darauf «Danke – du machst mir damit das grösste Kompliment. Es zeigt, dass die Akzeptanz dieser Technologie Fortschritte macht. Wichtig ist, dass die Konsumenten ihre Problemlösungen erhalten, ungeachtet der dazu genutzten Werkzeuge.»

 

An dieser Stelle möchten wir uns nochmals bedanken bei #TrustSquare und #Dezentrum für die Gastfreundschaft und die Unterstützung. Ebenso geht unser herzlichster Dank an Prof. Dr. Schwabe des #BlockchanCenter der Uni Zürich. Er hat uns mit Projekten und Referenten in Kontakt gebracht, welche massgeblich zum Erfolg des Anlasses beigetragen haben.

Beteilige dich aktiv an der Gestaltung unserer Events, indem du uns für dich interessante Themen und Anliegen mitteilst, welche Sharecon Schweiz bearbeiten soll, sei es in Form von Events oder anderen Massnahmen.

Wir danken dir im Voraus für deine aktive Unterstützung.

Das Sharecon Team

Meine Antwort zur Frage «Welches Thema soll Sharecon als nächsten Event anbieten?»

14 + 6 =

Wie können wir von neuen Sharing-Modellen profitieren?

Wie können wir von neuen Sharing-Modellen profitieren?

Das ist eine der zentralen Fragen der diesjährigen Sharing Economy Night Basel. Der Anlass richtet sich an alle, die sich für die Dynamik der Sharing Economy interessieren, sowie an Entscheidungsträgerinnen und Akteure aus Startups, Unternehmen, Verwaltung, Politik und Gesellschaft. Impulsreferate und Workshops zeigen nicht nur Trends für Basel auf, sondern sie vermitteln auch Anwendungen und Lösungen, wie Wirtschaft und Städte neue Technologien für sich nutzen können.

Der Anlass findet am 25. Oktober von 17.30 bis 22.00 Uhr in den Launchlabs, Halle 8 im Gundeldinger Feld, Dornacherstrasse 192 statt.

Basel – eine smarte Stadt

„Smart City“ ist das Schlagwort der Stunde. Was genau sich hinter dieser Worthülse verbirgt und wie sich Basel als smarte Stadt positionieren wird, zeigt Salome Bessenich, Kantons- und Stadtentwicklung Basel-Stadt, unter anderem am Beispiel des Projektes Smart City Bahnhof Wolf auf. Die zweite Key Note Speakerin Jana Lév von sharoo doppelt nach. Sie referiert über die Möglichkeiten, wie KMU und Städte dank neuer Mobilitätskonzepte ihre Ressourcen effizienter einsetzen können.

Das Geschäftsmodell Sharing Economy verstehen und nutzen

Im weiteren Verlauf des Abends präsentieren sich völlig verschiedene Sharing Projekte im Rahmen einer kurzen Jam Session. Das Publikum lernt damit aktuelle Geschäftsmodelle und Geschäftsfelder der Sharing Economy kennen. Breakout-Sessions liefern dann praxisbezogene Inputs: Wie kann ein KMU digitale Strategien für sich nutzen? Wie werden Geldflüsse in einem Sharing Projekt buchhalterisch behandelt? Wie gelingt das Crowdfunding? Diese und weitere Fragestellungen werden in den Breakout-Workshops vertieft.

Geteiltes Wissen

Ein Anlass wie die Sharing Economy Night lebt vom Miteinander und – natürlich – vom Teilen. Darum setzt die Veranstaltung auf Wissensaustausch in interaktiven Formaten. „Genau das macht es für die Teilnehmenden auch so spannend. Sie lernen von- und vor allem miteinander. Wir teilen Best Practices; aber wir scheuen uns auch nicht, über Misserfolge und Stolpersteine zu sprechen“, fasst Graziella Michel, Co-Initiantin der Sharing Economy Night, das Erfolgsrezept des Events zusammen.

Gemeinsam für mehr Aufmerksamkeit

Der Verein Sharing Economy Night wurde von Sharecon sowie den Plattformen Skillharbour.com und Crowdwerk.net ins Leben gerufen um der Sharing Economy mit ihren Chancen und Potenzialen mit einem fokusierten Event ein besonderes Gehör zu verschaffen. Die Sharing Economy Night Basel wird seit 2015 veranstaltet und ist inzwischen der grösste unabhängig organisierte Sharing-Event der Schweiz.

Mitglieder von Sharecon können vergünstigt am Anlass teilnehmen – dazu beim Ticketkauf einfach Gutscheincode «Sharecon2018» eingeben.

Tickets können hier bestellt werden

Sharing Economy Night 2018
25. Oktober 2018, 17.30 bis 22.00 Uhr

Launchlabs, Halle 8 im Gundeldinger Feld
Dornacherstrasse 192
4053 Basel
www.sharenight.ch

ShareGallen – Eine Stadt und die Sharing Economy

ShareGallen – Eine Stadt und die Sharing Economy

Am 25. April 2018 fand im KUGL in St. Gallen die erste «ShareGallen» Veranstaltung statt. Ins Leben gerufen wurde dieser Event durch die Abteilunng Umwelt & Energie der Stadt St. Gallen. Auslöser dazu war der erfolgreiche Abschluss einer Studie «Sharecity – Sharing-Economy-Strategien für Schweizer Städte am Beispiel der Modellstadt St. Gallen», welche durch die HSLU in Zusammenarbeit mit der Stadt St. Gallen, aber auch einigen nahmhaften Sharing-Anbietern und Sharecon durchgeführt worden ist.
Das Bild und die dazugehörenden Sharing Icons sind von Dominik Rüegg.
Diese erste Durchführung darf durchaus als Erfolg betrachtet werden und wir hoffen doch, dass wir bald andere Städte antreffen werden, welche dieses Konzept übernehmen und damit die Sharing Economy weiter in die Regionen tragen.

Im ersten Teil der Veranstaltung informierte Prof. Dr. Dominik Georgi der HSLU über die durchgeführte Studie und derenn Ergebnnisse. Die anwesenden Studienteilnehmer erhielten auf diese Weise Einblick in die Resultate und nutzten die Gelegenheit zum gegenseitigen Kennenlernen und Austauschen.

Die Studie zeigte einige interessante Ergebnisse auf. Dazu gehört auch eine Befragung von potenziellen Konsumenten, welche Fragen zur Angebotsqualität, des Nutzungswillens und der Nutzungsvermutung beantworteten und zwar in den Bereichen Bikesharing, Wohnung-Teilen und Garten-Sharing. Die Werte für Qualität lagen dabei zwischen 64% und 71%. Die Werte für die Nutzungsabsicht lagen hingegen zwischen 32% und 41%. Daraus lässt sich schliessen, dass die Konsumenten die Angebote grundsätzlich als gut und interessant einstufen, dass die eigentliche Absicht diese Angebote zu nutzen jedoch weit tiefer liegt. Es gibt also noch eine grosses Potenzial an Nutzern, welche es zu bearbeiten gilt.

Stadtrat Peter Jans eröffnete den Anlass mit einigen Gedanken zum Thema Sharing Econnomy in Form von Antworten zu Fragen, welche er sich dazu gestellt hatte: «Ist Sharing Economy nur etwas für den Durchschnittsbürger?», «Ist Sharing eigentlich etwas Neues?» und «Welchen Nutzenn kann die Sharing Economy generierxen?»

Hier einige kleine Ausschnitte aus seinen Ausführungen.

Hier noch eine kleine Bildgalerie des Events. Einfach auf das Bild klicken!

 

Die Teilnnehmer waren sehr aktiv. Nicht nur führte Ostsinn ein Speeddating der besonderen Art durch, so dass sich die Teinnehmer gegenseitig kennenlernen konnten.

Es wurde jedoch auch „gearbeitet“. Unter der Führung von Prof. Dr. George ging man der Frage nach «welches sind die Bedürfnisse der Sharing Anbieter und welchen Beitrag kann eine Stadt dazu beitragen?»

Fazit der Veranstaltung

Die Stadt St. Gallen hat mit dieser Veranstaltung eine Initiative ergriffen um die Sharing Economy seinen Bürgern näher zu bringen. Die rege Teilnahme der St. Galler hat gezeigt, dass ein grosses Interesse vorhanden ist.

Die Besucher hatten die Möglichkeit die Sharing Economy aktiv zu erleben und den direkten Kontakt mit den Anbietern zu suchen. Folgende Aussteller waren dabei:

  • benevol Zeitbörse
    Professionelles Netzwerk zum Tausch von Dienstleistungen
  • carvelo2go
    eCargo-Bike Sharing in der Stadt St.Gallen
  • Cook Eat
    Online Community-Marktplatz für dein Lieblingsessen in deiner Nachbarschaft
  • CreativeSpace St.Gallen
    Kreativ-Arbeitsort in St.Gallen für Kreative und Startups
  • kleika St. Gallen
    Atelier für Secondhand Kleider, Upcycling und Näharbeiten 
  • LeihBOX
    Praktische, stabile und die Umwelt schonende Umzugsboxen aus Kunststoff
  • Lattich
    Zwischennutzung Lattich-Quartier
  • mgp-ost
    Gemeinnützige Baugenossenschaft Mehrgenerationenwohnen
  • Mobility
    Schweizweites Carsharing
  • myCamper
    Sharing Plattform für Camper in der Schweiz
  • oikos St. Gallen
    Studierendenorganisationen im Bereich nachhaltige Wirtschaft
  • OstSinn – Raum für mehr
    Plattform für Nachhaltigkeit in der Ostschweiz
  • sharecon
    Schweizerischer Verein zur Unterstützung und Vernetzung der Schweizer Sharing Economy
  • Sharely.ch
    Miet – und Vermietplattform für Alltagsgegenstände
  • Stiftung Zeitvorsorge
    Rüstige Rentnerinnen und Rentner unterstützen hilfsbedürftige, hochaltrige Menschen im Alltag
  • Swap St.Gallen
    Kleidertauschbörse in der Stadt St.Gallen
  • Thinkpact Zukunft
    Denklabor und Plattform für den Wandel hin zu einer kollaborativen und zukunftsfähigen Wirtschaft
  • teildo.ch
    Online-Plattform für Gegenstände aller Art mit gratis Versand.
  • Verein Es wird. & Initiative ReparierBar Ostschweiz
    Verein mit Sitz in St.Gallen für Projektideen mit nachhaltiger und gemeinnütziger Wirkung
  • Verein heurisko aka Sandkasten
    Arbeitsbereich, Labor und Werkstatt zur gemeinsamen Nutzung für Menschen, die Ideen umsetzen
  • VillageOffice
    Schweizer Coworking-Netzwerk
  • WirkRaumKirche
    Plattform für spirituelle, kulturelle und soziale Projekte in Stadt und Raum St. Gallen

Danke an dieser Stelle nochmals an die Stadt St. Gallen, der HSLU Luzern und der Stiftung Mercator für diesen sehr gelungenen Anlass. Wir freuen uns auf die nächste Stadt, welche diese Art von Begegnung zwischen Bürgern/Konsumenten und der Sharing Economy ermöglichen.

Sharecon Impuls 2018 – Die Community trifft sich zum Austausch

Sharecon Impuls 2018 – Die Community trifft sich zum Austausch

Am 19.4.2018 trafen sich in Zürich (Impact Hub/Viadukt) die Mitglieder von Sharecon und einige Interessenten. Sharecon existiert nund bereits seit einiger Zeit und viel ist passiert seit der Gründungen der Vereinigung. Als Sharecon 2013 gegründet wurde, erschien auf der Plattfrom von Fastcompany ein Artikel mit dem Titel «the sharing economy lacks a shared definition». Die Sharing Economy hat sich weiterentwickelt, aber die Aussage des erwähnten Beitrags hat immer noch Gültigkeit.

Sharecon hat in den vergangenen Monaten seine Ausrichtung überarbeitet. Ein erweiterter Vorstand hat die Vision überarbeitet um noch stärker die Sharing Economy in der Schweiz zu vertreten, zu fördern und regional zu verankern.

Sharing Economy ist grundsätzlich nichts Neues. Die Menschen haben schon früher miteinander Produkte und Dienstleistungen geteilt. Teilen war in der Vergangenheit vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten bedeutsam. Dies ist mitunter einer der Gründe, weshalb bereits im 19. Jahrhundert die ersten Kooperativen gegründet wurden.

 

Sharing Economy mag den irreführenden Eindruck vermitteln, dass Teilen von Altruismus handelt und anderen hilft. Der Erfolg der Sharing Economy basiert jedoch auf der Tatsache, dass Menschen Güter und Dienstleistungen einfacher, schneller und ohne viel Aufwand – und über das Internet – austauschen können. Es ist eine moderne Form der Marktwirtschaft.

Seit einigen Jahren können wir immer wieder Berichte über #SharingEconomy, #CollaborativeConsumption, #GigEconomy, #AccessEconomy und #PeerEconomy lesen.

Damit steigt auch das Bedürfnis diese Begrifflichkeiten kurz zu präzisieren, was wir auf unserer Webseite auch tun.

Ganz im Sinne der Vielfältigkeit der Sharing Community in der Schweiz war dann auch das Programm. Den Anfang machte #Croqqer und stellte eine interessante Lösung dar, welche das Community-Building stark in den Fokus stellt. Als ein B-Corp Startup will man einen nachhaltigen Beitrag zum besseren Zusammenleben – vor allem in den Städten – beitragen.

Eine ganz andere Ausrichtung wurde von MyCamper präsentiert. Dieses bereits sehr erfolgreiche Startup hat sich zum Ziel gesetzt das «Airbnb der Camper» zu werden. Es vermittelt Personen, welche Freude am Campen haben den Zugang zu Camper-Fahrzeugen, ohne dass sie selber ein solches Fahrzeug beschaffen müssen.

Carvelo2go eine Lösung der Mobilitätsakademie des TCS stellte eine weitere Ausprägung der Sharing Economy in der Schweiz vor, welche besonders in Städten, aber auch in Dörfern (z.B. Zermatt) einen interessanten Beitrag zur Mobilität liefern. Interessant ist vor allem der Umstand, dass sogenannte «Hosts» die elektrischen Fahrräder betreuen. Hosts sind zum Beispiel kleinere oder grössere Unternehmen wie Restaurants, Coiffeurs oder Gemüsehändler, welche so eine interessante Diversifizierung zum Stammgeschäft realisieren können.

Philipp Koller, der PR & Marketingverantwortliche, im Vorstand von Sharecon zog eine interessante Bilanz der letzten Monate in Bezug auf die Medienpräsenz zum Thema Sharing Economy in der Schweiz.

Analysiert man die Beiträge kann man feststellen, dass u.a. Themen wie CarSharing, coWorking Spaces eher positiv erwähnt wurden, wie auch BlaBlaCar und eine Babykleider-Lösung von Tchibo.

Eher kritisch wurden Lösungen wie die Amigos App der Migros, Mila und Notime erwähnt, wobei hier das Prinzip «für Geld teilen» in Frage gestellt wurde.

Unser Fazit

  • die Sharing Economy wird nur noch selten erklärt, obwohl ein gewisser Bedarf immer noch vorhanden ist;
  • es kristalisiert sich ein klarer Trend für Tourismus, Auto- und Versicherungsindustrie heraus;
  • der Zusammenhang mit der laufenden digitalen Transformation wird zunehmend hergestellt;
  • es zeigt sich immer mehr, dass Sharing Economy nicht nur eine altruistische Perspektive, sondern auch ein interessantes Geschäftsmodell darstellt.

 

Sharecon stellte ebenfalls kurz seine neue Website vor, welche noch näher an die Konsumenten und die Sharing Community gelangen will. Schaut doch einfach mal vorbei!

Zum Schluss noch möchten wir dich einladen folgende Frage zu beantworten und uns deine Meinung und Sichtweise mitzuteilen:

 

«Wie stellst du dir die Sharing Economy von morgen vor?»

Wir freuen uns auf deine Meinung.

10 + 10 =

Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co. – DRS3 vom 25.3.2018

Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co. – DRS3 vom 25.3.2018

DRS3 berichtete am 25.3.2018 in einer Sendung über die Chancen und Risiken der Sharing Economy unter dem Titel «Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co.».
Bereits 2014 strahlte DRS eine Sendung aus mit dem Titel «Sharing Economy – Teilen ist das neue Kaufen».

Die Moderatoren Luca Bruno und Céline Raval gingen der Frage nach, ob die Euphorie der früheren Jahre verflogen sei und ob das Teilen gegenüber einem egoistischen Wirtschaftsaspekt in den Hintergrund geraten sei. Es enstand so eine  interessante Sendung unter Berücksichtigung verschiedener Sichtweisen.

Sharecon wurde zur Vorbereitung dieser Sendung zu einem längeren Gespräch ins Studie eingeladen und hat dabei zu verschiedensten Aspekten Stellung bezogen. Hier kann man die Sendung vom 25.3.2018 in voller Länge anhören.

Als Vereinigung, welche für die Sharing Economy der Schweiz einsteht, möchten wir es jedoch nicht versäumen, einige zusätzliche Aspekte aufzuführen, welche in der Sendung nicht, oder nur teilweise zur Sprache gekommen sind.

die schweizweiten Nutzerzahlen zeigen
einen ansteigenden Trend auf.

Die Studie von Deloitte zeigt auf, dass die Sharing Economy in der Schweiz an Beliebheit gewinnt. 55% der Schweizer nutzen in der einen oder anderen Weise Sharing-Angebote, Tendenz steigend.

Wir alle kennen die Schattenseiten einiger Sharing Giganten …

Über eine längere Zeitperiode konntenn wir über Airbnb, Uber und O-bike lesen. Der Regulierungsbedarf ist nicht von der Hand zu weisen. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass dies nicht bedeutet existierende Regeln 1:1 zu übernehmen, sondern dass der Bedarf vorliegt, neue und den neuen Rahmenbedingungen (Technologie, Kundenverhalten) entsprechende Regeln zu finden.

Sharing Economy bedeutet in Zeiten digitaler Transformation
eine interessante Alternative für Unternehmen und Konsumenten.

Auf der anderen Seite sind wir von der Entwicklung der Sharing Economy nicht nur als cleveres Geschäftsmodell, sondern auch weiterhin vom Nachhaltigeitsaspekt überzeugt. 

Der Smart City Gedanke und viele neue Ideen
zeigen nur den Beginn dieses Potentials

Es gibt in der Schweiz viele neue Ideen in diesem  Bereich und zeigen deutlich auf, dass in diesem Geschäftsmodell-Ansatz noch viel Potenzial liegt. Letztlich muss man sich jedoch bei allen Projekten immer auch der wirtschaftlichen Komponente (Marketing, Investitionen, etc..) bewusst sein.

  • Sharecon will die öffentliche Wahrnehmung der Sharing / Access Economy steigern und zu einer Verhaltensänderung beitraggen.
  • Sharecon hilft seinen Mitgliedern bei der Bewähltigung von Hindernissen und findet mit Partnerschaften Lösungen.
  • Sharecon ist die Anlaufstelle zur Verankerung der Sharing Economy in den Regionen.
  • Sharecon unterstützt eine nachhaltige Lebensweise und ein gesellschaftliches Zusammenleben im Sinne der Sharing Economy.
  • Sharecon setzt sich für eine lebhafrte und innovative Sharing Economy Industrie ein.

Am 19.4.2018 findet die nächste Veranstaltung im Impact Hub / Viadukt in Zürich statt.

Kostenfreie Tickets sind hier erhältlich.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Share Gallen: Networking und Markt

Share Gallen: Networking und Markt

Smart transportation concept. Sharing economy and collaborative consumption. Car , train and GPS icons connected together against abstract city street light background.

Kennst du das Forschungsprojekt ShareCity? Möchtest du mehr darüber erfahr? Möchtest du dein Startup öffentlich präsentieren?

Die Stadt St. Gallen stellt, am Anlass «SHARE GALLEN»  vom 25. April 2018 die Resultate des Forschungsprojektes vor.

Gleichzeitig bietet dieser Anlass eine optimale Gelegenheit, als Vertretung eines Sharing Angebotes, seine Aktivitäten zu präsentieren.

Weitere Informationen zur Veranstaltung sowie das Anmeldeformular findest du unter folgendem Link:

www.stadtsg.ch/sharegallen

Sharecon unterstützt aktiv diesen Anlass und freut sich über deine Rückmeldung bis am 28..1.2018 via erwähntem Link.