Was haben Panini Stickers mit Sharing Economy zu tun?

Was haben Panini Stickers mit Sharing Economy zu tun?

Aktuell werden tausende Panini-Sticker getauscht

Exsila gehört zu den ersten Sharecon-Mitgliedern. Mit über 100 000 Nutzern, Ca. 235 000 Angeboten und rund 25 000 Transaktionen im Monat ist es die grösste Online-Tauschbörse der Schweiz. Wie die Plattform genau funktioniert, was am meisten getauscht wird und wie sich das Tauschverhalten seit der Gründung 2006 verändert hat, sagt uns CEO Remo Uherek im Interview.

Wie funktioniert Exsila genau?

Nach der kostenlosen Registrierung erhält jedes neue Mitglied einen Gratis-Artikel, um mit dem System bei Exsila vertraut zu werden. Eine vollständige Transaktionsabwicklung kann man so bereits miterleben, ohne dass Geld in die Hand genommen werden muss. Anschliessend können eigene Artikel in Exsila-Punkten angeboten werden, um damit Exsila-Punkte zu erhalten. Falls man keine Angebote erstellen möchte, kann man auch Exsila-Punkte gegen Geld erwerben. Auf Exsila kann ausschliesslich in Exsila-Punkten bestellt oder angeboten werden.

Weshalb soll man tauschen und nicht einfach z.B. über Ebay kaufen bzw. verkaufen?

Da Exsila-Punkte nur auf Exsila einen Wert haben, finden sich auf unserer Tauschbörse auch hauptsächlich Privatpersonen zusammen. Exsila-Punkte haben für Grossunternehmen keinen Wert, deshalb wird Exsila nicht für den Absatz genutzt. Ein Tausch fühlt sich dadurch an wie «Ich mache jemandem eine Freude» und nicht wie «Ich verkaufe etwas gegen Geld».

Was wird momentan am meisten nachgefragt?

Angefangen als Tauschbörse für Filme, haben wir noch heute in diesem Bereich zahlreiche Filmfans. Die Nachfrage ist sehr situationsabhängig. Aktuell werden beispielsweise tausende Panini-Sticker getauscht, da sich alle im Fussballfieber befinden. Heute haben wir auch eine rege Community im Bereich der Bücher, Musik, Kleidung und vieles mehr. Unbestritten wird in der Kategorie «Filme» aber weiterhin am meisten Nachfrage generiert.

Was wird am meisten angeboten?

Am meisten Angebote findet man in der Kategorie Bücher. Ein ganzer Drittel aller Angebote machen Bücher aus, was Herzen von Buchliebhaber höherschlagen lässt.

Wie hat sich Angebot und Nachfrage seit Gründung von Exsila verändert?

Im 2006 sind wir als Geheimtipp für Filmfreaks gestartet. Die Anzahl Mitglieder hat sich die ersten Monate und Jahre sehr stark gesteigert. Die Kategorien waren hingegen beschränkt. Heute ist das Mitgliederwachstum in keinem Verhältnis zu damals. Aber das ist auf einem höheren Niveau auch schwierig beizubehalten. Die Kategorienvielfalt hat hingegen zugenommen. Heute kann fast alles auf Exsila angeboten werden. Und bei Strichcode-Artikeln wie Filmen, Büchern oder CDs gelingt dies blitzschnell mit dem Strichcode-Scanner unserer kostenlosen Exsila-App.

Wie wird man als Nutzer auf Exsila aufmerksam?

Die meisten neuen Mitglieder generieren wir, indem Exsila bei einer wohlbekannten Suchmaschine als Suchresultat aufpoppt. Aber auch über Blogs oder den Sozialen Medien wird man auf Exsila aufmerksam. Das Beste hingegen ist, wenn überzeugte Mitglieder ihren Freunden von uns erzählen. Dieses Vertrauen führt dann zu den aktivsten und überzeugtesten Exsilanern. (so nennen wir unsere Mitglieder)

Gibt es den typischen Exsila-Nutzer?

Es gibt ein paar Merkmale, die verschiedene Nutzergruppen von Exsila ausmachen. Bei vielen ist das primäre Motiv, dass man gute Artikel, die man nicht mehr braucht, nicht einfach wegwirft. (Stichwort «Ökologisch») Bei anderen überwiegt der Gedanke, dass man durch das Anbieten eigener Artikel wieder zu Artikel kommt, die man sich wünscht. Ohne, dass viel Geld in die Hand genommen werden muss. (Stichwort «Günstig») Wiederum andere sind Teil dieser Gemeinschaft, um ein Zeichen gegen die Kommerzialisierung und den ausufernden Materialismus zu setzen. (Stichwort «Revolutionär») Die Altersstruktur ist dabei bunt durchmischt. Von 18-70 Jahren sind alle Altersklassen vertreten.

Ist die Plattform lukrativ?

Exsila kann sich durch den Punkteverkauf und die geringen Tauschgebühren die Selbstkosten und die Weiterentwicklung der Tauschbörse selbstständig finanzieren. Wir sind unabhängig und müssen dadurch nicht im Dienste Dritter agieren.

Danke Remo für das Interview und den Blick hinter die Kulissen von Exsila.

Gig Economy – Modeerscheinung oder neuer Trend?

Gig Economy – Modeerscheinung oder neuer Trend?

«Gig Economy» ist ein Ausdruck, welchen man immer wieder in der Presse wiederfindet. Was bedeutet das eigentlich?  Gig-Economy ist ein Begriff, der sich auf die zunehmende Tendenz von Unternehmen bezieht, unabhängige Auftragnehmer und Kurzarbeiter einzustellen und die erhöhte Verfügbarkeit von Arbeitskräften für diese kurzfristigen Vereinbarungen. Die Gig-Economy hat in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen teilweise aufgrund der Beliebtheit des Internets auf auch aufgrund neuer technischer Möglichkeiten wie z. B.  Apps und Peer-to-Peer Portale, welche Nachfrager und Anbieter auf einfachste Weise miteinander in Kontakt bringen.

In Wikipedia kann man folgende Definition/Beschreibung nachlesen:

Gig Economy (von englisch: Gig für Auftritt) bezeichnet einen Teil des Arbeitsmarktes, bei dem kleine Aufträge kurzfristig an unabhängige Freiberufler oder geringfügig Beschäftigte vergeben werden. Dabei dient häufig eine Onlineplattform als Mittler zwischen Kunde und Auftragnehmer, die Rahmenbedingungen setzt und deren Betreiber eine Provision einbehält.

Wenn man diesen Markt aus der Perspektive von Rachel Botsmann’s Definition der Sharinng Economy betrachtet, kann man die Gig-Economy ebenfalls der Sharing/Access Economy zuweisen. Es geht um den Zugang zu Arbeitskräften resp. Skills, ohne dass man diese in Form von Vollzeit-Jobs «besitzen» muss.

Ist die Gig-Economy Teil der digitalen Transformation?

Die Antwort auf diese Frage ist eindeutig «Ja». Peer-to-Peer Plattformen gehören zu den 50 Business Model Pattern, welche man im Business Model Navigator von BMI lab nachlesen kann. Im Rahmen der laufenden digitalen Transformation wird der Arbeitsmarkt einige Umwälzungen erfahren. Heute ist es aus unterschiedlichen Beweggründen gang und gäbe, dass ältere Arbeitskräfte durch jüngere und ggf. «günstigere» Mitarbeitende ersetzt werden. Andere Job-Arten werden durch neue Technologien abgelöst werden.

Wir sind überzeugt, dass die Gig-Economy nicht nur fester Bestandteil des Sharing Economy Marktes ist, sondern dass es ein alternatives Beschäftigungsmodell darstellt, welches es Menschen die Möglichkeit verschafft, einer wertschätzenden Beschäftigung nachzugehen. Es gibt auch in der Schweiz bereits derartige Plattformen, wie z.B. Lawoon.

Was wird sich also ändern?

  • Gig-Worker liefern eine definierte Leistung im Auftragsverfahren. Es besteht jedoch ein gewisses Risiko, dass Vollzeitjobs immer mehr durch Teilzeit-Aufträge ersetzt werden könnten, mit den Auswirkungen welche wir ja bereits heute in Europa beobachten können (z.B.  400 € Jobs usw.);
  • Gig-Worker sind in der Lage ihr Wissen und ihre Erfahrung eigenständig und gewinnbringend zu vermarkten (Einzelunternehmer);
  • Gig-Economy ermöglicht es Unternehmen ihre Kostenstruktur zu optimieren, ohne auf die wichtigen Skills verzichten zu müssen.

Wie sieht es in anderen Ländern aus?

In den USA ist die Gig-Economy bereits weit verbreitet mit über 53 Mio. Menschen, die als Temporärarbeitende eingesetzt werden. Die Gig-Economy ist somit nicht nur ein Schlagwort. Es ist eine genaue Beschreibung des Zustandes des modernen Arbeitsmarktes; Obwohl das Bureau of Labor Statistics in den USA zugegeben hat, dass es schwierig ist, die genaue Anzahl an unabhängigen Auftragnehmern und Zeitarbeitern zu zählen, schätzt Intuit, dass Gig-Arbeiter 34 Prozent der Belegschaft ausmachen und bis 2020 auf 43 Prozent anwachsen werden.

Der Bericht «the future of work» von EY aus dem Jahr 2016 vermittelt ebenfalls einige interessante Einblicke.

Gesellschaftspolitische Auswirkungen?

Gut möglich, dass diese Tendenz der Gig Economy auch gesellschaftspolitisch Auswirkungen haben wird. Wunsch und Wirklichkeit klaffen aber noch weit auseinander und bedingen, dass die Regelwerke diesen neuen Trends angepasst werden müssen.

Die Nachfrage seine Dienstleistungen unkompliziert und effizient anbieten zu können, ohne sich langfristig an einen Arbeitgeber binden zu müssen, steht besonders bei der jungen Generation Y und Z im Vordergrund. Bereits 2017 hat die NZZ dazu einen interessanten Artikel publiziert.

Es ist auch nicht weiter verwunderlich, dass immer mehr Schweizer Unternehmen flexible Arbeitsplatzmodelle miteinbeziehen. Es wird geschätzt, dass ca. 30% der Arbeitnehmer bereits heute Home-Office-Möglichkeiten nutzen.

Auch der Co-Working-Markt weitet sich immer mehr aus. Es gibt eine Vielzahl von Anbietern, welche flexible Arbeitsplatzumgebungen anbieten, wie z.B. VillageOffice. verrichten können.

Swissstaffing spricht in seiner Aktualisierungsstudie von 2014 sogar von einem Zuwachs der Temporärbranche von über 21% seit dem Jahr 2010 und befasst sich ebenfalls mit dem Thema Gig Economy.

Wirtschaftliche Bedeutung

2008 hatten wir mit einer weltweiten Rezession zu kämpfen. Viele Unternehmen verhängten Einstellungsstopps. Dies hat zu einer massiven Spaltung zwischen Arbeitnehmern unter 30 Jahren und Arbeitnehmern über 50 geführt.

Für Arbeitslose ist die Gig-Economy sowohl Chance als auch Herausforderung. Da viele kleine Teilzeitjobs verfügbar sind, können auch nicht Vollzeitbeschäftigte Jobs finden, um über die Runden zu kommen. Da es für Arbeitgeber jedoch günstiger ist, Jobs als Auftrag zu betrachten und zu handhaben, wird es immer schwieriger werden Vollzeitjobs zu finden bei der zunehmenden Digitalisierung. Dies ruft nach einem Umdenken auf allen Ebenen: Politik, Arbeitgeber und Arbeitnehmer.

Erfahrung und Möglichkeiten / Werte und Unabhängigkeit

Junge Menschen sehnen sich nach neuen Erfahrungen und neuen Möglichkeiten, insbesondere wenn sie nicht sicher sind, was sie tun wollen. Die Gig-Economy gibt ihnen diese Möglichkeit.

Die Gig-Econnomy ist auch eine Alternative für Menschen welche ohne fixe Arbeit sind oder vom RAV bereits ausgesteuert worden sind. Sie verschafft Menschen weiterhin die Möglichkeit sich «nützlich» zu fühlen und für sich selbst zu sorgen, ohne in die Fänge der Sozialwerke zu fallen.

Junge Menschen sind dafür bekannt, dass sie am Arbeitsplatz Unabhängigkeit suchen und sich wann immer möglich für flexible Arbeitszeiten und Fernarbeitmöglichkeiten entscheiden. Sie möchten auch für Arbeitgeber arbeiten, deren Werte sich eng an ihre eigenen orientieren, und bei der Auswahl eines neuen Arbeitsplatzes Werte über die Bezahlung als oberste Priorität setzen.

Indem sie als unabhängige Auftragnehmer in einer Gig-Economy arbeiten, erhalten sie mehr Kontrolle über ihre Arbeit und über ihre Karriere insgesamt. So können sie Karriereunabhängigkeit aufbauen und gleichzeitig Geschäftspartner, Kunden und Verkäufer auswählen, deren Werte mit ihren eigenen übereinstimmen.

Es bleibt abzuwarten, ob die Gig-Economy insgesamt eine gute Sache oder eine schlechte Sache für die wirtschaftliche Entwicklung ist. Für finanzschwache Arbeitnehmer, welche einen Vollzeitjob anstreben, kann die Gig-Economy frustrierend sein. Für diejenigen, welche sich eine Vielfalt an Erfahrungen wünschen ist die Gig-Economy die perfekte Gelegenheit, um diese Ziele zu erreichen.

Wie weiter? - CALL-TO-ACTION

  • Ob wir es wollen oder nicht, wir alle müssen uns mit dieser Thematik auseinandersetzen;
  • Wenn wir flexibel sind und die Veränderung mittragen, können wir diese auch mitgestalten und davon profitieren;
  • Wir appellieren an den Regulator, sich zeitnah die notwendigen Gedanken zu machen, damit auch die Gig-Economy in geordneten Bahnen abläuft;
  • Auch die Arbeitnehmerorganisationen müssen umdenken und an der Mitgestaltung mitarbeiten.
Gut in Fahrt gekommen: nimms.ch, die neue Seite für alles Kostenlose

Gut in Fahrt gekommen: nimms.ch, die neue Seite für alles Kostenlose

Die Stadt Bern (Entsorgung + Recycling Stadt Bern) kooperiert seit einigen Monaten mit www.nimms.ch, der neuen Seite für kostenlose Gegenstände. Dank dieser Abfallpräventionsmassnahme sollen die jährlichen Kosten von ca. einer halben Million Schweizer Franken für Trottoir-Entsorgungen und wilde Deponien reduziert werden, siehe dazu auch den Artikel in der Berner Zeitung. Mit nimms.ch erhalten die Bürger eine niederschwellige Möglichkeit, Gegenstände kostenlos weiterzugeben, das hilft allen Beteiligten: dem Geber, dem Nehmer, der Stadt – und auch der Umwelt.

Es gibt zwar unzählige Facebook-Gruppen sowie Tutti und Konsorten, aber es fehlte bisher „DIE Seite für Kostenloses“, wo alles gratis ist und die allen ein Begriff werden soll. Die meisten aktuellen Seiten und Gruppen führen eine Mischung aus zahlungspflichtigen und kostenlosen Gegenständen. Bei vielen vermeintlich kostenlosen Gegenständen wird aber dann im Kommentarbereich oder in der Beschreibung trotzdem zur Preisdebatte aufgerufen (der Anschein der Kostenlosigkeit wird insbesondere in Facebook-Gruppen oft missbraucht). Das führt zu Hürden und Komplexität beim Weitergeben von Gegenständen. Viele Leute haben das Bedürfnis, noch brauchbare Gegenstände schnell, einfach und kostenlos wegzugeben oder zu erhalten.

Aus diesem Grund entstand www.nimms.ch. Darauf ist alles kostenlos. Die Bedienung ist einfach und optimiert für den Smartphone-Browser. nimms.ch soll DIE Seite für alle kostenlosen Gegenstände in der Schweiz werden. Gegenstände sollen schweizweit ein verlängertes Leben erhalten und mehr Nutzen stiften. Die Nutzungszahlen sowie das „gefällt mir“-Wachstum auf Facebook (www.facebook.com/nimms.ch) bestätigen das Bedürfnis. Per Dezember 2017 durfte das Team eine Zusammenarbeit mit Entsorgung + Recycling Stadt Bern (ERB) starten (vgl. www.nimms.ch/partners). Die Stadt Bern erachtet nimms.ch als Massnahme ihrer Abfallpräventionsstrategie. Zusammen führen die Partner Werbekampagnen im Internet sowie in Zeitschriften durch. Ausserdem wird der Sperrguttransportservice von ERB den nimms.ch-Nutzern aus der Stadt Bern vorgeschlagen, wenn diese eine Erinnerungs-E-Mail zu ihren raufgeladenen Gegenständen erhalten.

„Die vielen positiven Rückmeldungen der Nutzer sind teilweise gar herzerwärmend und motivieren uns“ sagt Jonas Bigler. Aktuell versucht das Team hinter nimms.ch weitere Städte und Gemeinden als Partner zu gewinnen. „Ein Schritt nach dem anderen“ sagt Jonas und fügt an „wir sind dankbar für jeden Like auf Facebook und jede Erwähnung im Pausengespräch“.


www.nimms.ch – alles gratis, die Seite für Kostenloses
www.facebook.com/nimms.ch
Kontakt: nimms@nimms.ch
Sam: sam.kolahan@nimms.ch
Jonas: jonas.bigler@nimms.ch

 

Sharecon Impuls 2018 – Die Community trifft sich zum Austausch

Sharecon Impuls 2018 – Die Community trifft sich zum Austausch

Am 19.4.2018 trafen sich in Zürich (Impact Hub/Viadukt) die Mitglieder von Sharecon und einige Interessenten. Sharecon existiert nund bereits seit einiger Zeit und viel ist passiert seit der Gründungen der Vereinigung. Als Sharecon 2013 gegründet wurde, erschien auf der Plattfrom von Fastcompany ein Artikel mit dem Titel «the sharing economy lacks a shared definition». Die Sharing Economy hat sich weiterentwickelt, aber die Aussage des erwähnten Beitrags hat immer noch Gültigkeit.

Sharecon hat in den vergangenen Monaten seine Ausrichtung überarbeitet. Ein erweiterter Vorstand hat die Vision überarbeitet um noch stärker die Sharing Economy in der Schweiz zu vertreten, zu fördern und regional zu verankern.

Sharing Economy ist grundsätzlich nichts Neues. Die Menschen haben schon früher miteinander Produkte und Dienstleistungen geteilt. Teilen war in der Vergangenheit vor allem in Zeiten wirtschaftlicher Schwierigkeiten bedeutsam. Dies ist mitunter einer der Gründe, weshalb bereits im 19. Jahrhundert die ersten Kooperativen gegründet wurden.

 

Sharing Economy mag den irreführenden Eindruck vermitteln, dass Teilen von Altruismus handelt und anderen hilft. Der Erfolg der Sharing Economy basiert jedoch auf der Tatsache, dass Menschen Güter und Dienstleistungen einfacher, schneller und ohne viel Aufwand – und über das Internet – austauschen können. Es ist eine moderne Form der Marktwirtschaft.

Seit einigen Jahren können wir immer wieder Berichte über #SharingEconomy, #CollaborativeConsumption, #GigEconomy, #AccessEconomy und #PeerEconomy lesen.

Damit steigt auch das Bedürfnis diese Begrifflichkeiten kurz zu präzisieren, was wir auf unserer Webseite auch tun.

Ganz im Sinne der Vielfältigkeit der Sharing Community in der Schweiz war dann auch das Programm. Den Anfang machte #Croqqer und stellte eine interessante Lösung dar, welche das Community-Building stark in den Fokus stellt. Als ein B-Corp Startup will man einen nachhaltigen Beitrag zum besseren Zusammenleben – vor allem in den Städten – beitragen.

Eine ganz andere Ausrichtung wurde von MyCamper präsentiert. Dieses bereits sehr erfolgreiche Startup hat sich zum Ziel gesetzt das «Airbnb der Camper» zu werden. Es vermittelt Personen, welche Freude am Campen haben den Zugang zu Camper-Fahrzeugen, ohne dass sie selber ein solches Fahrzeug beschaffen müssen.

Carvelo2go eine Lösung der Mobilitätsakademie des TCS stellte eine weitere Ausprägung der Sharing Economy in der Schweiz vor, welche besonders in Städten, aber auch in Dörfern (z.B. Zermatt) einen interessanten Beitrag zur Mobilität liefern. Interessant ist vor allem der Umstand, dass sogenannte «Hosts» die elektrischen Fahrräder betreuen. Hosts sind zum Beispiel kleinere oder grössere Unternehmen wie Restaurants, Coiffeurs oder Gemüsehändler, welche so eine interessante Diversifizierung zum Stammgeschäft realisieren können.

Philipp Koller, der PR & Marketingverantwortliche, im Vorstand von Sharecon zog eine interessante Bilanz der letzten Monate in Bezug auf die Medienpräsenz zum Thema Sharing Economy in der Schweiz.

Analysiert man die Beiträge kann man feststellen, dass u.a. Themen wie CarSharing, coWorking Spaces eher positiv erwähnt wurden, wie auch BlaBlaCar und eine Babykleider-Lösung von Tchibo.

Eher kritisch wurden Lösungen wie die Amigos App der Migros, Mila und Notime erwähnt, wobei hier das Prinzip «für Geld teilen» in Frage gestellt wurde.

Unser Fazit

  • die Sharing Economy wird nur noch selten erklärt, obwohl ein gewisser Bedarf immer noch vorhanden ist;
  • es kristalisiert sich ein klarer Trend für Tourismus, Auto- und Versicherungsindustrie heraus;
  • der Zusammenhang mit der laufenden digitalen Transformation wird zunehmend hergestellt;
  • es zeigt sich immer mehr, dass Sharing Economy nicht nur eine altruistische Perspektive, sondern auch ein interessantes Geschäftsmodell darstellt.

 

Sharecon stellte ebenfalls kurz seine neue Website vor, welche noch näher an die Konsumenten und die Sharing Community gelangen will. Schaut doch einfach mal vorbei!

Zum Schluss noch möchten wir dich einladen folgende Frage zu beantworten und uns deine Meinung und Sichtweise mitzuteilen:

 

«Wie stellst du dir die Sharing Economy von morgen vor?»

Wir freuen uns auf deine Meinung.

1 + 9 =

Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co. – DRS3 vom 25.3.2018

Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co. – DRS3 vom 25.3.2018

DRS3 berichtete am 25.3.2018 in einer Sendung über die Chancen und Risiken der Sharing Economy unter dem Titel «Ist Teilen böse? Die Schattenseiten von Airbnb & Co.».
Bereits 2014 strahlte DRS eine Sendung aus mit dem Titel «Sharing Economy – Teilen ist das neue Kaufen».

Die Moderatoren Luca Bruno und Céline Raval gingen der Frage nach, ob die Euphorie der früheren Jahre verflogen sei und ob das Teilen gegenüber einem egoistischen Wirtschaftsaspekt in den Hintergrund geraten sei. Es enstand so eine  interessante Sendung unter Berücksichtigung verschiedener Sichtweisen.

Sharecon wurde zur Vorbereitung dieser Sendung zu einem längeren Gespräch ins Studie eingeladen und hat dabei zu verschiedensten Aspekten Stellung bezogen. Hier kann man die Sendung vom 25.3.2018 in voller Länge anhören.

Als Vereinigung, welche für die Sharing Economy der Schweiz einsteht, möchten wir es jedoch nicht versäumen, einige zusätzliche Aspekte aufzuführen, welche in der Sendung nicht, oder nur teilweise zur Sprache gekommen sind.

die schweizweiten Nutzerzahlen zeigen
einen ansteigenden Trend auf.

Die Studie von Deloitte zeigt auf, dass die Sharing Economy in der Schweiz an Beliebheit gewinnt. 55% der Schweizer nutzen in der einen oder anderen Weise Sharing-Angebote, Tendenz steigend.

Wir alle kennen die Schattenseiten einiger Sharing Giganten …

Über eine längere Zeitperiode konntenn wir über Airbnb, Uber und O-bike lesen. Der Regulierungsbedarf ist nicht von der Hand zu weisen. Wir sind jedoch der Überzeugung, dass dies nicht bedeutet existierende Regeln 1:1 zu übernehmen, sondern dass der Bedarf vorliegt, neue und den neuen Rahmenbedingungen (Technologie, Kundenverhalten) entsprechende Regeln zu finden.

Sharing Economy bedeutet in Zeiten digitaler Transformation
eine interessante Alternative für Unternehmen und Konsumenten.

Auf der anderen Seite sind wir von der Entwicklung der Sharing Economy nicht nur als cleveres Geschäftsmodell, sondern auch weiterhin vom Nachhaltigeitsaspekt überzeugt. 

Der Smart City Gedanke und viele neue Ideen
zeigen nur den Beginn dieses Potentials

Es gibt in der Schweiz viele neue Ideen in diesem  Bereich und zeigen deutlich auf, dass in diesem Geschäftsmodell-Ansatz noch viel Potenzial liegt. Letztlich muss man sich jedoch bei allen Projekten immer auch der wirtschaftlichen Komponente (Marketing, Investitionen, etc..) bewusst sein.

  • Sharecon will die öffentliche Wahrnehmung der Sharing / Access Economy steigern und zu einer Verhaltensänderung beitraggen.
  • Sharecon hilft seinen Mitgliedern bei der Bewähltigung von Hindernissen und findet mit Partnerschaften Lösungen.
  • Sharecon ist die Anlaufstelle zur Verankerung der Sharing Economy in den Regionen.
  • Sharecon unterstützt eine nachhaltige Lebensweise und ein gesellschaftliches Zusammenleben im Sinne der Sharing Economy.
  • Sharecon setzt sich für eine lebhafrte und innovative Sharing Economy Industrie ein.

Am 19.4.2018 findet die nächste Veranstaltung im Impact Hub / Viadukt in Zürich statt.

Kostenfreie Tickets sind hier erhältlich.

Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

CROQQER «Voice your needs, share your talents »

CROQQER «Voice your needs, share your talents »

Wer ist Croqqer?

Croqqer ist ursprünglich eine holländische Idee und hat einen Ableger in Italien.
Ralf und Matteo sind Teil des globalen Teams und haben soeben Croqqer Schweiz aufgebaut und lanciert.

Was ist Croqqer?

Croqqer ist eine soziale Plattform und ein lokales Netzwerk, das unsere Lebensqualität verbessert, indem es Menschen, die Hilfe brauchen, mit denen verbindet, die sie geben können. Zum Beispiel alltägliche Aufgaben rund um das Haus zu erledigen – wie Gartenarbeit oder Hausreinigung – oder aber “von zu Hause aus” – wie Logodesign oder Webseitenerstellung. Ein gegenseitiger Austausch von Hilfe gegen Barzahlung ist möglich, aber auch einfach freiwillig aus Freude an der Sache.

 

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