Sharing Economy Night Basel 2017: ein Rückblick

Mit einem Besucherrekord und einem ausgesprochen vielseitigen Programm ging am 24. Oktober 2017 in Basel die von Sharecon mitveranstaltete Sharing Economy Night über die Bühne. Mehr als 100 aufmerksame Zuhörer folgten den einleitenden Referaten, genossen die anschliessende Sharing Jam Session mit acht präsentierenden Plattformen, engagierten sich aktiv in einem der sieben angebotenen Workshops und diskutierten schliesslich munter bei der zusammenfassenden Podiumsdiskussion mit.

panorama

Der rote Faden der Sharenight 2017 – Share and the City, also Möglichkeiten, Chancen und auch Probleme, welche die Sharing Economy den Städten bringt – reichte bis in die Podiumdiskussion hinein und führte zu diesem Fazit:

Wir stehen vor Umwälzungen, die in ihrem Ausmass mit der industriellen Revolution vor gut 150 Jahren zu vergleichen sind. Folgende wohl unumkehrbare und auch unabwendbare Ursache-Wirkungskette kommt dabei zum Tragen: (1) Der ökonomische und ökologische Druck zum Tauschen und Teilen wächst – wenn auch in der wohlhabenden Schweiz noch nicht in gleichem Mass wie im Ausland – und sorgt damit für einen Anreiz (2) die laufend verbesserten technischen Möglichkeiten von mobilen Endgeräten und permanenter Vernetzung für Sharing verschiedenster Art zu nutzen. Das bringt (3) immer mehr Einzelpersonen und Organisationen dazu konkrete Initiativen zu lancieren und diese mit Herzblut und oft ohne konkrete Gewinnaussichten zu verfolgen – Sharing-Projekte in Quartieren oder neue online-Services zum gemeinsamen Nutzen, Tauschen und Wiederverwerten beispielsweise. Durch diese unzähligen konkreten Initiativen wird (4) ein Kulturwandel angestossen, der die Access Economy – das Prinzip von Zugang zu Services und Produkten statt deren Besitz – in die Köpfe der Menschen bringt. Permanente Herausforderung dabei: (5) das aktuelle regulatorische und gesetzliche Umfeld, das mit den neuen Formen von Arbeit, Produktion und Konsum nicht kompatibel ist.

Sowohl für Anbieter wie auch für Nutzer von Services und Produkten aller Art gilt es also sich auf eine neue Welt einzustellen, die folgendermassen charakterisiert werden kann:

  • Zugang zu Objekten und Services wird die Ökonomie des digitalen Zeitalters bestimmen.
  • Netzwerk-basierte Geschäftsmodelle stehen im Zentrum der Digitalen Transformation.
  • Ein «Sharing»-Feature ins Geschäftsmodell zu integrieren wird in den meisten Branchen zum Standard werden.
  • Gig-Economy wird im Arbeitsmarkt der digitalen Zukunft eine zentrale und laufend zunehmende Rolle spielen.
  • Vertrauen und Privatsphäre werden die wesentlichen Erfolgsfaktoren der «Collaborative Consumption» und der Sharing Economy sein.

Alle ökonomischen Parteien sind gefordert sich auf die Entwicklung in diese Richtung einzustellen. Es spielt dabei kein Rolle, ob man die Sharing Economy liebt oder nicht. Sie setzt sich von selbst durch – und sie ist gekommen um zu bleiben.

Weitere Infos zur Sharenight 2017 gibt’s hier.

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