Founder Interview: Andreas Braendle von Batte.re

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1. Was macht ihr bei Batte.re?

Battere will einen Beitrag zu Energiewende und Kreislaufwirtschaft leisten. Wir ermöglichen es unseren Kunden, kabellose Geräte mit Solarstrom zu betreiben, mit dem selben Komfort wie Einwegbatterien, aber ohne dabei den ganzen Batterieabfall zu produzieren. Unser erstes Produkt ist ein Akku-Service für Gerätebatterien. Per Velokurier liefern wir unseren Kunden monatlich frisch mit Solarstrom geladene Geräteakkus, nehmen die leeren wieder mit und laden diese wieder mit Solarstrom auf.

 

2. Wer nutzt Euer Angebot und was sind die Hauptanreize? Geld sparen oder die Umweltbilanz verbessern?

Im Moment richten wir uns vor allem an Unternehmen, die Wert darauf legen, neben ökonomischen Erfolg, auch ökologisch zu wirtschaften. Das sind Grossunternehmen wie Swiss Re oder Zurich Versicherungen, aber auch KMUs wie beispielsweise Taschenhersteller Freitag oder diverse Werbeagenturen. In einem Betrieb Einwegbatterien durch unsere solargeladenen Akkus zu ersetzen, ist für unsere Kunden ohne Mehraufwand möglich, da wir die Nutzung von Akkus gleich komfortabel machen.

 

3. Was sagen bestehende Batteriefirmen zu Batte.re? Seid ihr ein co-existierender Nischenmarkt oder habt ihr schon Übernahmeangebote?

Für bestehende Batteriefirmen sind wir keine Konkurrenz, da wir uns in einer für diese relativ uninteressanten Nische befinden und nicht an Endkonsumenten richten. Wir sind ein Dienstleistungsunternehmen, kein Batteriehersteller.

 

4. Das bessere Nutzen von Ressourcen, das Recyclieren ist im Trend.  Werden wir irgendwann alles selbst reparieren und umfunktionieren? Was denkst du in welchen Bereichen sich der Trend besonders weiterentwickeln wird?

Ich sehe im Umdenken bei der effizienteren Nutzung von Ressourcen nicht ein Trend, sondern eine ökologische, aber auch ökonomische Notwendigkeit. Besonders schnell wird sich dies dort entwickeln, wo nicht erneuerbare Güter verbraucht werden. Sei dies bei Verpackungen, bei fossiler Energie, bei billigen Konsumgütern und vielem mehr.

 

5. Was recycelst und teilst du persönlich?

Das beste Recycling ist es, Abfall gar nicht erst entstehen zu lassen. Da ich relativ shopping-avers bin, sammeln sich in meiner sowieso schon sehr karg eingerichteten Wohnung auch keine Dinge an, die dereinst entsorgt werden müssten. Bei den Gegenständen des täglichen Bedarfs recycle ich alles, was man in der Schweiz üblicherweise recyclet. Von Pet über Papier zu Flaschen etc. Im Büro leisten wir uns das praktische Abo von Mr. Green. Der kommt einmal im Monat vorbei, holt alle Recyclinggüter ab und führt sie den entsprechenden Recyclingströmen zu. Generell versuche ich gar nicht erst Produkte zu kaufen, die Abfall produzieren.
Bezüglich Teilen: Meine Wohnung teile ich auf Airbnb, ansonsten besitze ich ausser ein Velo kaum etwas das ich teilen könnte. Battere ist ebenfalls ein Konzept der Sharing-Economy: Unsere Kunden müssen sich keine Akkus und Ladegeräte kaufen, sondern teilen sich die geladenen Akkus möglichst ressourcen-effizient. Zudem teilen wir im Büro unsere edle Kaffeemaschine mit allen Connaisseurs. Alle, die bei uns an der Gasometerstrasse kostenlos einen tollen Kaffee trinken möchten und mit uns über Batterien plaudern wollen, sind herzlich willkommen.
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